Karl-Ludwig Barths

Beitritt zur DKG: 1972
Beruf: Kaufmann
Jahrgang:
1920
Wohnort:
Kronenberg

Kurzbiografie:
Der Landwirtssohn, gebürtiger Stettiner, Karl-Ludwig Barths erhielt nach Krieg und Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion seine kaufmännische Ausbildung im Groß- und Außenhandel in Hamburg und ging 1953 nach Wolfsburg zu Volkswagen. Dort wurde er verantwortlich für den nordamerikanischen Markt und lernte über die Jahre auf zahlreichen Dienstreisen Kanada kennen.

Diese Landeskenntnis wurde vertieft: Zwischen 1963 und 1972 war Barths als President and CEO der Volkswagen Canada lnc., Toronto ON, verantwortlich für das VW-Geschäft in Kanada. ln dieser Zeit war Barths gemeinnützig tätig: Als einer der „Governours“ des Central Hospital, Toronto, als ein Director, vier Jahre auch Vice President, von The Toronto Symphony sowie als Aufsichtsrat der Deutschen Schule, Toronto. 1972 bekam Barths den Ruf nach Wolfsburg zur Übernahme der Geschäftsführung der Volkswagen-Versicherungsdienst GmbH, Wolfsburg. Von 1972 bis 2000 war Barths Präsident der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft, seitdem ist er Mitglied des Präsldiums.

Was ist für Sie typisch kanadisch?
Der Wunsch nach Freiheit, gepaart mit Übernahme der Verantwortung für das Gemeinwesen. Auch die Nähe zur Natur. Der Wille, sich als Nation nicht vom übermächtigen Nachbarn USA vereinnahmen zu lassen.  Die Toleranz zwischen den Menschen verschiedener Herkunft: Kanadier pflegen ihre Vlelfalt (lhr Motto: Das „Mosaik“ – im Gegensatz zu dem USA-Motto: Der „Schmelztiegel“, der alle US-Bürger gleich machen soll). Die Zweisprachigkeit der „Two Founding Nations“ (englisch und französisch) mit allen Begleiterscheinungen.

Was ist Ihr Geheimtipp in Kanada?
Toronto ist Wirtschaftszentrum von Kanada: Aus der Region kommen 40 Prozent der kanadischen Wirtschaftsleistung. Das ist gepaart mit dem Kulturstandort: Mehr Theater gibt es wohl nur in London und New York.

Welche Gewohnheit oder Idee aus Kanada würden Sie gerne in Deutschland übernehmen?
Den Sinn für Freiheit, gepaart mit Verantwortung für sich selber und – möglichst – für die Allgemeinheit.

Was nehmen Sie auf jeden Fall mit, sollten Sie jemals nach Kanada auswandern?
Meine deutsche Bildung und Ausbildung.

Warum sind Sie Mitglied in der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft?
Kanada ist für meine Familie eine zweite Heimat, ein Teil der Familie lebt da. lch möchte helfen, das gute Verhältnis zwischen beiden Nationen zu pflegen.

Was assoziieren Sie mit der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft?
Die Deutsch-Kanadische Gesellschaft tritt genau so bescheiden auf wie unser Partnerland!

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