Silvia Bruder

DKG-Beitrittsjahr: 2005
Beruf: Werbekauffrau, Pädagogin
Jahrgang:
1963
Wohnort:
Gevelsberg

Kurzbiografie:
Die Offizierslaufbahn meines Vaters und die eigene berufliche und private Entwicklung haben das Leben von Silvia Bruder sehr abwechslungsreich und vielseitig werden lassen. Als gebürtige Duisburgerin ist sie zwar ursprünglich ein Kind Ruhrgebiets, zog aber schon im zarten Alter von drei Jahren nach Darmstadt, wo ihre jüngere Schwester zur Welt kam. Mit sechs Jahren wurde Silvia Bruder in ihrem nächsten Wohnort Koblenz eingeschult, setzte ihre Grundschulzeit jedoch schon bald in Baumholder, im schönen Kreis Hunsrück fort. ln der nahegelegenen Edelsteinstadt ldar-Oberstein besuchte sie im ersten Halbjahr des 5. Schuljahres das Göttenbach-Gymnasium, im zweiten Schulhalbjahr die Greenwood Secondary School in Shilo, Manitoba, Kanada.

Der aufregende Umzug über den großen Teich in das Herz des zweitgrößten Landes der Welt im Winter 1974 begann für Silvia Bruder als Abenteuer und wurde schließlich zu ihrer großen Leidenschaft. Ihr zweijähriger Aufenthalt inmitten der Prärie entpuppte sich als besonders prägendes und wunderbares Erlebnis. Es war faszinierend, wie sie von den Kanadiern als Zugewanderte aufgenommen wurde. Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Kanadier ist seither für sie „einfach einzigartig“. Ebenso deren Sportbegeisterung und Geselligkeit: Baseball, Basketball, lce-Skating, Snow-Shoeing, Skidooing, Hockey, Horseshoe-Pitching, Rodeo, TurtleRace, PowWow, Barbecueing gehörten zu ihren vielen schönen Freizeit-Erlebnissen in Kanada.

Unvergessen ist auch ihre unbeschwerte Zeit in der kanadischen Schule und bei den Girl Guides, ebenso ihre Reisen durch die Rockies bis Vancouver lsland und die Begegnung mit Bären, Wölfen, Elk, Bighorn Sheep… Noch heute pflege ich Freundschaften aus dieser Zeit und es sind im Laufe der Jahre neue deutsch-kanadische Kontakte gekommen.

Der Abschied von Kanada im Frühjahr 1976 fiel ihr schwer. Zwar fand sie in Königswinter am Rhein eine sehr schöne neue Heimat, aber ein gewisses Fernweh blieb bis heute. Nach dem Abitur im Jahre 1982 zog es Silvia Bruder beruflich und privat nach Köln. Sie wohnte einige Jahre im urigen Severinsviertel und arbeitete gut zehn Jahre
in Werbeagenturen als auch lndustrieunternehmen in den Bereichen Werbung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Zugunsten der Familiengründung hängte sie ihren Beruf an den Nagel, widmete sich Ehrenämtern, dem Studium der Pädagogik und Psychologie und der Förderung der englischen Sprache.

Heute lebt sie mit ihrem Mann Klaus und ihrem 17-jährigen Sohn Magnus im kleinen Gevelsberg am östlichen Rande des Ruhrgebiets. Die Familie genießt die kulturelle und landschaftliche Vielfalt ihrer zugleich land- und stadtnahen Wohngegend. Seit einigen Jahren organisieren Bruders eigene kleine Ausstellungen/Musikevents
rund um die Themen Kanada und die vier Jahreszeiten.

Was ist für Sie „typisch“ kanadisch?
Um der Vielfalt Kanadas gerecht zu werden – hier viele persönliche Top-Punkte: Herzlichkeit Gastfreundschaft, multikulturelle Toleranz, unendliche Weite, prachtvolle Natur, Ursprünglichkeit, Rocky Mountains, der Wechsel der Jahreszeiten, insbesondere lndian Summer, riesige klare Seen, wilde Tiere, Krokusse, Ahornbaum und -sirup, tolle Musiker wie Neil Young, Joni Mitchell, Alannah Myles, Alanis Morrissette, Brian Adams, Michael Bublé, der Donald Sutherland, Sportbegeisterung, insbesondere Eishockey, lndianer, Totem Poles, Prärie.

Was ist Ihr „Geheimtipp“ in Kanada?
„The Whistling Kettle“ in Drumheller, Alberta. lnmitten eines Dinosaurier-Fundgebiets, den sogenannten Bad Lands liegt die beschauliche Kleinstadt Drumheller mit allem, was man so für ein angenehmes ruhiges Leben braucht. Nach ausgiebiger Besichtigung des beeindruckenden Tyrell Dinosaurier-Museums sollte man unbedingt im kleinen Café „The Whistling Kettle“ einkehren – es liegt im Ortskern, nur wenige Meter entfernt vom Visitor Information Centre und bietet köstliche home made muffins und cakes auf der gemütlichen Veranda.

Welche Gewohnheit oder Idee aus Kanada würden Sie gerne in Deutschland übernehmen?
Die „bodenlose“ Kaffeetasse und das Nachschenken von Ice Water und Soft Drinks in den Diners.

Was nehmen Sie auf jeden Fall mit, sollten Sie jemals nach Kanada auswandern?
Meinen Mann.

Warum sind Sie Mitglied in der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft?
Weil ich gerne mit Kanada-Fans und Kanadiern zusammen bin und mich über News aus und über Kanada freue.

Was assoziieren Sie mit der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft?
Regelmäßige Treffen von deutsch-kanadischen Freunden an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Anlässen.

No tags for this post.