Warum das WSP eine schöne Sache ist…

Vier WSP Teilnehmer stellen sich vor und erzählen uns, warum das WSP eine sehr schöne Sache ist! Und zwar in beiden Richtungen. Egal ob man als Deutsche nach Kanada, oder als Kanadier nach Deutschland geht: das Ergebnis? Eine Positive Erfahrung die man nicht mehr missen möchte!

CGallo
Mein Name ist Charlotte Victoria Gallo, ich bin 27 Jahre und deutsch. Im Juli 2010 habe ich an der Hochschule Rhein Main (University of Applied Sciences – Rhein Main ) meinen Abschluss in International Business Administration gemacht. Zwei Wochen später bin ich nach Kanada geflogen. Kanada hat mich schon immer interessiert, da ich schon als Kind mit meinen Eltern Verwandte in Vancouver besucht habe. Der Reiz das Land alleine zu erkunden war schon lange da.

-Wie bist du auf die DKG, beziehungsweise WSP aufmerksam geworden? Ein Freund von mir hat das Program in 2006 absolviert und ich habe mich bereits 2007 zum ersten Mal darauf beworben. Leider hat es damals nicht geklappt und ich musste das Programm absagen. Deswegen war ich umso glücklicher, als ich dann noch mal die Chance bekommen habe mich für das Programm 2010 zu bewerben.

Warum war es wichtig für dich teilzunehmen? Das Programm ist einfach super. So viel Last mit dem Visum und dem organisieren wird einem von der Schulter genommen und ich konnte mich komplett auf meinen Studienabschluß konzentrieren. Dank der DKG habe ich eine unglaubliche Zeit in Kanada verbringen können und gerne würde ich auch meinen Teil zu einer engeren Beziehung zwischen Kanada und Deutschland beitragen. Ich habe viel davon profitiert am WSP der DKG teilzunehmen und möchte gerne zukünftigen Studenten helfen, auf dass das Programm noch viele Studenten nach Kanada bringt und auch hoffentlich mehr Kanadier nach Deutschland kommen.

-Welche Arbeit hast du in Kanada gemacht? Wie hast du den Arbeitsplatz gefunden? Ich habe zunächst bei Puma als Retail Assistent in Vancouver auf der Granville Street (Downtown) gearbeitet und bin dann nach 2 Monaten in den Ski Resort Sun Peaks (BC) gezogen und habe dort 4 Monate auch als Retail Assistent gearbeitet. Die Arbeit bei Puma habe ich gefunden indem ich in den Laden gelaufen bin und mein Lebenslauf dort abgegeben habe. Eine Woche später habe ich das Vorstellungsgespräch und zwei Wochen später meinen ersten Arbeitstag. Den Job in Sun Peaks habe ich über einen Freund aus Chile bekommen, der dort arbeitet. Er hat mir die Email Adresse von dem Retail Manager weiter gegeben und Mitte September habe ich einen Ausflug nach Jasper und Banff gemacht. Auf dem Weg dorthin habe ich Halt in Sun Peaks gemacht und mich vorgestellt. Mitte November bin ich dann nach Sun Peaks gezogen. Im März bin ich zurück gekommen und habe mein Masterstudium in Wiesbaden begonnen. Die Tage waren gezählt und im Juli bin ich für die Semesterferien wieder nach Vancouver geflogen. Zunächst war ich bei meiner Familie und dann habe ich den Sommer wieder in Sun Peaks verbracht und auch wieder als Retail Assistent gearbeitet.

Wo hast du gewohnt? In Vancouver, habe ich zunächst bei meiner Familie gewohnt um mir in Ruhe einen Job und eine Wohnung zu suchen. Das hat 2 Wochen gedauert und ich bin dann nach Strathcona (East Vancouver) gezogen. In ein kleines Townhouse zusammen mit meinem Kanadier (Fotograf) und einer Portugiesin (Innendesignerin). In Sun Peaks habe ich im Winter in der Stuff Accomodation gewohnt. Als ich jetzt im Sommer noch mal dort war habe ich mit meinem Freund zusammen gewohnt.

-Was ist dein schönstes bzw. schlimmstes Erlebnis? Mein schönstes Erlebnis ist schwer einzugrenzen. Der Winter im Skiresort gehört garantiert dazu, aber auch die Reisen durch das Land und meine Zeit in Vancouver. Garantiert auch das Erlebnis, als ich zum ersten Mal einen Bären gesehen habe. Mein schlimmstes Erlebnis war das ich zur Arbeit mit dem Fahrrad oft durch die East Hastings Street fahren musste. Das hat mich schon geschockt.

-Hast Du durch das Land reisen können? Was hast du gesehen und was hat dir am meisten gefallen? Ich war zunächst zwei Wochen in Toronto und bin von dort aus nach Quebec gereist und habe viel von Ontario gesehen. Nach 6 Wochen bin ich nach BC geflogen und war auch viel unterwegs. Vancouver Island, die Küste und dann natürlich einen langen Trip nach Banff und Jasper. Im Winter haben wir viele Skitrips unternommen, darunter Big White und Whistler.

-Was hat dich am meisten überrascht? Ich wusste schon das die Natur wunderschön ist in Kanada – aber an manchen Tage gerade wenn wir von Kamloops zurück nach Sun Peaks gefahren sind (45 Minuten) war ich einfach immer wieder überrascht wie schön es ist. Die Freundlichkeit und Heiterkeit der Menschen.Die Toleranz für jedwede Herkunft und die Akzeptanz für jede Art von Lebensstil. Außerdem der Sinn für Sport und das Wertschätzen der Natur. Negativ überrascht hat mich die große Zahl von Obdachlosen in den Städten.

-Würdest du deine Erfahrung wiederholen wollen? 200% ja!!

 

KStrohschein
Hallo! Ich heiße Katerina Strohscheinund bin 22 Jahre alt. Ich studiere Sozialpädagogik an der Universität Guelph in Ontario, Kanada. Ich interessiere mich für Politik und insbesondere die Frauenrechte und die Familienpolitik. Eines Tages möchte ich mit Familien arbeiten, aber genauer weiß ich es noch nicht.

Letztes Jahr war ich zum ersten Mal in Deutschland – ich nahm an einem intensiven Sprachkurs teil. Seitdem bin ich verrückt nach Deutschland und suche nach jeder Möglichkeit, nochmal nach Deutschland gehen zu können. Ich habe durch die Werbung in meiner Uni etwas über WSP gehört, und wollte unbedingt teilnehmen. Ich muss sagen, das Stipendium nahm einen starken Einfluss auf meine Entscheidung. Aber das Wichtigste war, dass ich in Deutschland sein durfte und sogar dafür bezahlt zu werden! Das hat mich noch mehr überzeugt.

Ich hatte die absolut tollste Stelle in Deutschland! Ich bin Herrn Nowak sehr dankbar, der die Stelle fand und sich darum gekümmert hat. Er war ein super Gastgeber und ich habe mich bei ihm wie zu Hause gefühlt. Er war jederzeit für mich ansprechbar und hilfsbereit. Ich arbeitete bei der BKK Landesverband Hannover. Ich half in der Poststelle bei der Versendung der Briefe mit, aber auch an den Webseiten, was ziemlich cool war! Ich las Artikel durch und korrigierte vertippte Wörter und Sätze, die mir nicht gefielen. Dadurch hab ich meinen Schreibstil verbessert und auch einen Blick in die Redaktionsarbeit in Deutschland gewonnen. Ich habe jeden Moment genossen. Das Beste am Ende des Sommers war, dass meine Chefin und ein Kollege mich zum Mittagessen eingeladen haben. Ich wurde wegen meiner Arbeit gelobt und es wurde mir angeboten, falls ich nochmals in Deutschland sein würde und für ein paar Monate eine Arbeit bräuchte, sie anzurufen. Ich bin stolz auf mich, dass ich so viele Fortschritte in meiner Sprache gemacht habe. Das einzige Schlimme an dem Aufenthalt war, dass es nur einen Sommer gedauert hat. Ich wäre gerne länger geblieben.

Nach der Arbeit konnte ich durch Deutschland reisen. Ich habe dreizehn Bundesländer besucht und in jeder Stadt, in der ich war, Leute kennen gelernt und mehr über die deutsche Kultur erfahren. Dresden fand ich ziemlich cool und den sächsischen Dialekt zu verstehen war für mich eine große Herausforderung. Außerdem habe ich auch echte coole Freunde in Hannover kennen gelernt. Die Freundschaften, die ich aufgrund meiner Deutschkenntnis geschlossen habe, überraschen mich ständig! Wir bleiben in Kontakt, wodurch das Heimweh nach Deutschland nicht so schlimm ist.

Würde ich meine Erfahrung wiederholen? Unbedingt! Wenn ich könnte, wäre ich diesen Sommer wieder da. Aber ich bin mir sicher, dass ich irgendwann bald wieder in Deutschland sein werde. Vielen Dank an das WSP beziehungsweise an den DAAD für diesen großartigen Sommer!

Jan PekarJPekar
Ich heiße Jan Pekar, bin 25 und Deutscher. Meine Verbindung zu Deutschland: Es ist meine Heimat, auch wenn ich als 5-10 jähriger in Japan gewohnt habe war Deutschland immer das Land meiner Eltern, Großeltern und auch Freunde und sämtlicher Bekannte da ich auf einer deutschen Schule in Japan war. Seit ich 10 bin, wohne ich in Dortmund, was dann durch Pubertät, heranwachsen und Freunden absolut meine Heimat wurde. Olé BVB!

Vor dem Werkstudierenden Programm hatte keine Verbindung zu Kanada, außer dass ich als 10 jähriger einmal in Vancouver war.

-Wie bist du auf die DKG, beziehungsweise WSP aufmerksam geworden? Ich muss wirklich zugeben, dass es mein Vater der durch einen Zeitartikel auf das WSP aufmerksam wurde. Er hat mir einen Link geschickt und 3 Monate Kanada hörten sich nicht schlecht an.

-Warum war es wichtig für dich teilzunehmen? Einmal wegen der Auslandserfahrung und die Erfahrung auf sich alleine gestellt zu sein. Des weiteren befand ich mich in einer Lebenslage, gerade Bachelor- Absolvent, bei der ich nicht wusste was mein nächster Lebensschritt sein könnte. Da passte ein work&travel Jahr in Kanada super herein um auch seinen Horizont zu erweitern und zu schauen was man wirklich machen will.

-Welche Arbeit hast du in Kanada gemacht? Wie hast du deine Arbeitsplatz gefunden? In Deutschland war ich Gästeführer der Zeche Zollverein im Zuge der Kulturhauptstadt 2010 im Ruhrgebiet. In Kanada habe ich Autos gewaschen, war für 2 Tage ein Maskottchen einer Fluggesellschaft, hatte eine Zusage um in einem Kino zu arbeiten und habe für 5 Monate „Telus“ Internet, TV und Homephoneverträge von Tür zu Tür verkauft. War praktisch Vertreter und habe auf die härteste Art und Weise das Verkaufen gelernt, dass auf einer fremden Sprache und in einem fremden Land.<< dieser Satz kam bei meinem letzten Bewerbungsgespräch ziemlich gut an.

Wo hast du gewohnt? Ich habe insgesamt 6 Monate in Vancouver gelebt. Insgesamt eine Woche in einem hostel und dann in insgesamt 3 Wg´s. Die erste mit 15! anderen Leuten, in einem riesigen Haus am E. Broadway.

-Was ist dein schönstes Erlebnis bzw schlimmstes? Also meine Highlights aufzuzählen würde ich wohl 3 Seiten benötigen. In 9 Monaten erlebt man so einiges. Aber um es auf einen Punkt zu bringen so habe ich mich einfach in dieses Land verliebt und ich muss sagen, dass Kanadier(innen) das netteste Völkchen ist was ich je kennen lernen durfte.

Hast Du durch das Land reisen können? Was hast du gesehen und was hat dir am meisten gefallen? Ich war insgesamt 9 Monate unterwegs, davon habe ich 6 in Vancouver gelebt. Von da aus bin ich insgesamt 3 mal nach Whistler gefahren und einmal zu den Harrison Hot Springs. Die letzten 3 Monate bin ich rumgereist und die Route war großartig. Von Vancouver bin ich mit der Fähre im Sonnenuntergang nach Nanaimo gefahren. War dort ein paar Tage und bin dann an die Westküste nach Ucluelet, zurück in Vancouver hatte ich 3 Wochen um nach Calgary zu kommen. Da habe ich eine kleine Visite in die Staaten unternommen und bin über Portland, San Francisco, LA, nach Las Vegas gefahren. Von dort bin ich dann nach Calgary geflogen. Wollte dort 2 Tage bleiben, weil jeder meinte Calgary ist langweilig, ich blieb eine Woche. Danach bin ich in die Rockies gefahren. War erst in Banff und dann in Jasper. Als Geograph in den Rockies fühlt man sich wie in einem Schokoladengeschäft. Dann bin ich nach Montreal geflogen und von da erst nach Quebec, dann Ottawa und meine letzte Station war Toronto. Ein wenig konnte ich das Land sehen, was mir am meisten gefallen hat kann ich leider nur schwer sagen, da jede Station seine eigene Geschichte hatte.

Was hat dich am meisten überrascht? Die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen, selbst wenn man als Verkäufer an die Tür klopft. Ich wurde 3 mal in meiner Position als Telusverkäufer zum Abendessen eingeladen. Auf eine Anfrage zum Übernachten für ein Wochenende kam die Antwort: Wir sind leider am Wochenende snowboarden aber du bist herzlich eingeladen, wir schließen nie ab und das ist die Wegbeschreibung….

-Würdest du deine Erfahrung wiederholen wollen? Auf jeden Fall. Immer wieder. Best times of my life.

Kommentare: Ich habe einen Blog geschrieben, wo ich über sehr viele Erfahrungen und Erlebnisse geschrieben habe. Allerdings ist er ein wenig schwer zu lesen, da ich nicht das beste Deutsch verwendet habe und eben für meine Kumpels zu Hause geschrieben habe.

Ein kleiner Einblick kann aber sicher nicht schaden: http://peggaontour.blog.de/

Jan Pekar JPekar

Portrait von Rachel Wong

Ich heiße Rachel Wong und bin in September 20 Jahre alt geworden.  Ich bin in Kanada geboren, aber meine Eltern kommen aus Malaysia.  Ich studiere Ernährungswissenschaft und auch Deutsch als Nebenfach.  Ich habe immer eine Interesse für Fremdsprache gehabt und habe in High School begonnen,  Deutsch zu lernen.  Ich hatte eine sehr interessante und leidenschaftliche Lehrerin.

-Wie bist du auf die DKG, beziehungsweise WSP aufmerksam geworden?

Herr Nowak hat mich von dem Bahnhof abgeholt. Im Auto hat er mich erzählt über die DKG.  Rüdiger Müller ist mein Deutschlehrer an der Uni und er organisiert das Werkstudentenprogramm, also natürlich habe ich in meiner Klasse darüber gehört.

-Warum war es wichtig für dich teilzunehmen?

Ich wollte meine Deutschkenntnisse verbessern und wollte auch in einem anderen Land  leben und  eine andere Kultur erleben.

-Welche Arbeit hast du in Deutschland oder Kanada gemacht?  Wie hast du deine Arbeitsplatz gefunden?

Ich arbeite als Assistentin in einem Labor in Kanada.  In Deutschland habe ich als Bademeisterin gearbeitet.  Herr Nowak hat mir diesen Arbeitsplatz gefunden.

-Was ist dein schönstes Erlebnis bzw schlimmstes?

Mein schönstes Erlebnis war der Tag, an dem alle Kanadier zum Schützenfest gegangen sind.  Es machte dort viel Spaß.  Ein anderes gutes Erlebnis war der Geburtstag von Frau Quentin, eine Gastmutter von einer Mitarbeiterin.    Mein schlimmstes Erlebnis war der Tag, an dem wir ein sehr großes Gewitter hatten.  Niemand durfte schwimmen und es war sehr langweilig :).

-Hast Du durch das Land reisen können?  Was hast du gesehen und was hat dir am meisten gefallen?

Am Anfang habe ich in Kassel gewohnt und bin viel gereist.  Ich bin nach Berlin, Bremen, Hamburg, Ingolstadt, München, Bonn, Köln, und Frankfurt gewesen.  Ich habe viele Leute und verschiedene Nachbarschaften gesehen.  Hamburg ist bis jetzt, meine Lieblingsstadt in Deutschland.

-Würdest du deine Erfahrung wiederholen wollen?

Zweifelsfrei würde ich meine Erfahrung wiederholen.  Eigentlich werde ich nächsten Sommer wahrscheinlich nochmal nach Deutschland kommen, um einen Forschungsprojekt zu machen.

Kommentare:

Dieses Programm war für mich eine  wunderschöne Erfahrung.  Ich habe viele Personen kennengelernt und hatte einen sehr netten Arbeitgeber.  Meine Deutschkenntnisse sind auch viel besser geworden.

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