Von Umwelt, Unis und deutsch-kanadischer Partnerschaft

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Tausend Kilometer mit einem Liter Sprit: Kanadier beim Shell Eco-marathon

Ein Elektroauto, das mit dem Äquivalent von einem Liter Sprit 1.000 Kilometer weit fahren kann: diesen Traum von Elektromobilitätspionieren hat ein Team der University of Alberta umgesetzt. Mit dem Alberta EcoCar gewann das Studententeam aus Kanada dieses Jahr in der Kategorie „Urban Konzept“ (Unterkategorie Brennstoffzellen) den ersten Platz beim Shell Eco-marathon Americas.

Der Shell-Wettbewerb findet jährlich in Europa (Rotterdam), Amerika (Houston) und Asien (Kuala Lumpur) statt und gibt Studenten und Berufsschülern von 16 bis 25 Jahren die Möglichkeit, ihre Ideen für eine nachhaltige Mobilität vorzustellen. Oberstes Ziel ist ein Fahrzeug, das mit möglichst wenig Sprit möglichst weit fährt.

Nicht nur das Team aus Alberta stellte die kanadische Kompetenz unter Beweis. Die Studenten von der Université Laval aus Québec gewannen zum fünften Mal in der Kategorie „Prototypen“ (Unterkategorie Benzin) und verwiesen das Team der University of Toronto auf den zweiten Platz. Auch die Université de Sherbrooke aus der kanadischen Provinz Québec belegte einen ersten Platz: in der „Urban Konzept“-Kagetorie (Unterkategorie E-Mobility/Solar).

Insgesamt nahmen an dem Wettbewerb tausende von Studenten aus Nord- und Südamerika teil, die in mehr als 100 Teams gegeneinander antraten. Die Forschung der Studenten aus Kanada dürfte ihren Mitbürgern sehr entgegen kommen: Kanadische Medien berichteten gerade, dass die bisher nur geringe Reichweite von Elektroautos abschreckend auf die Einwohner des riesigen Landes wirkten. Derzeit sind nur rund 6.600 Elektroautos in Betrieb.

FU Berlin und U of BC schließen Forschungspartnerschaft

Die Freie Universität Berlin und die University of British Columbia (UBC) haben einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft abgeschlossen, der eine systematische und umfassende Förderung der Zusammenarbeit beider Universitäten vorsieht. Es ist das erste Abkommen dieser Art zwischen einer deutschen und einer kanadischen Universität.

Die FU und die University of British Columbia wollen in Zukunft in der Doktorandenausbildung zusammenarbeiten, gemeinsam innovative Lehr- und Lernprogramme und breitgefächerte Forschungskooperationen entwickeln sowie den Austausch von Wissenschaftlern und Studenten intensivieren. Um diese Ziele zu erreichen, ernennen die Universitäten jeweils einen Partnerschafts-Koordinator und richten ein gemeinsames Förderprogramm ein.

Im Unterschied zu den mehr als 100 Abkommen mit Partneruniversitäten in aller Welt, die die 1948 gegründete Freie Universität Berlin unterhält, zeichnen sich die strategischen Partnerschaften durch eine besonders enge Verzahnung auf allen universitären Ebenen aus: in Lehre, Forschung, Nachwuchsförderung und Administration. Der Aufbau strategischer Partnerschaften ist Teil des Internationalisierungskonzepts der Freien Universität, mit dem sie 2007 und 2012 in beiden Runden der Exzellenzinitiative ausgezeichnet wurde.

Die University of British Columbia ist ein global orientiertes Zentrum für Lehre und Forschung, das seit Jahren unter den 40 besten Universitäten weltweit gelistet ist. Sie steht seit 1915 für eine Universität, die Innovationen befördert und Traditionen herausfordert. Die unternehmerische Ausrichtung der UBC ermutigt Studierende, Mitarbeiter und Wissenschaftler, jenseits von Konventionen zu denken, offen für neue Erkenntnisse zu sein und innovative Wege des Lernens zu gehen.

Logistische Glanzleistung des deutschen Windanlagenbauers Enercon in Kanada

In nur 30 Monaten hat der deutsche Hersteller von Windkraftanlagen Enercon in der kanadischen Provinz Québec einen Windpark mit 126 Turbinen und einer Leistung von 272 MW errichtet. Das Projekt Beaupré wurde 2011 begonnen.

Alleine für die Erschließung des 100 Quadratkilometer großen Geländes mussten 150 Kilometer Straßen errichtet, drei Millionen Kubikmeter Erde bewegt und 400 kleinere Brücken gebaut werden. Teilweise waren bis zu 800 Arbeiter auf dem Gelände beschäftigt. Die gesamte Projektplanung und -steuerung lag dabei bei Enercon.

Das Unternehmen wurde 1984 gegründet. Am Stammsitz in Aurich in Ostfriesland befindet sich auch sein größtes Produktionswerk. Enercon hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 22.000 Windenergieanlagen mit einer Leistung von mehr als 32,9 Gigawatt in mehr als 30 Ländern installiert.