In Sachen Wissenschaft…

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Kanadierin unter den „Green Talents 2014“

Die Kanadierin Heather Buckley ist eine von 25 sogenannten „grünen“ Visionären, die

Anfang November von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka während einer festlichen Veranstaltung als „Green Talents 2014“ ausgezeichnet wurden. Buckley wurde für ihren Einsatz für die „grüne“ Chemie geehrt, das ein relativ neues Studienfeld mit einem großen Potential ist.

In ihrer Rede betonte die deutsche Ministerin die Bedeutung des Green-Talents-Programms für die internationale Wissenschaftskooperation. „Ich beobachte mit viel Freude, dass neben der Anzahl der Preisträger auch die Aufmerksamkeit und die internationale Bekanntheit des Green Talents-Programms über die Jahre kontinuierlich gestiegen sind. Die Auszeichnung gehört mittlerweile zu den international anerkannten Nachwuchspreisen im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung. Die globalen Nachhaltigkeitsziele können nur durch wissenschaftliche Kooperation und Wissensaustausch erreicht werden. Dafür brauchen wir persönliche Begegnungen junger Wissenschaftler über Landesgrenzen hinweg“, sagte Wanka.

Für den Preis waren mehr als 800 Bewerbungen aus mehr als 100 Ländern eingegangen, von denen die 25 Preisträger ausgewählt wurden. Der Preis selbst wurde bereits zum sechsten Mal unter der Schirmherrschaft des Bundesforschungsministeriums vergeben.

Falling Walls Lab – Kanadische Nachwuchswissenschaftler in Berlin

Sowohl die University of Alberta als auch die McMaster University in Hamilton haben dieses Jahr erstmals ein Falling Walls Lab abgehalten, bei dem junge Wissenschaftler ihre Ideen  und Lösungen für globale Herausforderungen wie Klima und Energieerzeugung, Gesundheit, Ernährung, Sicherheit, faires und nachhaltiges Wirtschaften präsentierten. Die Gewinner des Wettbewerbs durften an der Falling Walls Conference in Berlin teilnehmen, die seit 2009 jedes Jahr am Jahrestag des Mauerfalls stattfindet.

Die erste Falling Walls Conference wurde am 20. Jahrestag des Mauerfalls, am 9. November 2009, in Berlin ausgerichtet. Die Konferenz bringt Akademiker, Unternehmer und Experten aus unterschiedlichen Gebieten zusammen und hat sich der Forschung und Innovation verschrieben. Gefördert wird die Unternehmung vom deutschen Bildungsministerium, der Helmholtz-Gesellschaft, der Robert-Bosch-Stiftung sowie weiterer Organisationen.

In Alberta hatten die Nachwuchswissenschaftler jeweils maximal drei Minuten Zeit, um ihre Lösungen und Ideen vorzustellen. Am Ende gewannen Zack Storm, der gerade einen Businessplan für sichere Lebensmittelverpackungen aufstellt, Nermeen Youssef, die sich einer neue Methode zur Kontrolle von Diabetes I beschäftigt und Martinez Tobon, die ein Enzym erforscht, das Biopolymer abbaut und der Verseuchung unserer Umwelt durch Plastikmüll vorbeugt. Aus Hamilton reiste die Postdoc-Studentin Erin Westman nach Berlin, die sich mit ihrem Vortrag „Breaking the Wall of Chemotherapy Consequences“ gegen die Konkurrenz an der McMaster University durchsetzen konnte.

Vier neue Internationale Graduiertenkollegs mit kanadischer Beteiligung

Unter den insgesamt 14 neuen Graduiertenkollegs, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft einrichten wird, befinden sich auch vier internationale Vorhaben – allesamt gemeinsam mit kanadischen Partnereinrichtungen. Für die nächsten viereinhalb Jahre werden die Graduiertenkollegs, mit denen der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert wird, mit insgesamt rund 60 Millionen Euro ausgestattet. Starten sollen die Graduiertenkollegs im kommenden Jahr.

Bei den neuen Internationalen Graduiertenkollegs handelt es sich um naturwissenschaftliche bzw. technische Vorhaben. Am Graduiertenkolleg „Kalte kontrollierte Ensembles in Physik und Chemie“ sind Physiker der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der University of Columbia beteiligt. Untersucht werden sollen neue Wege bei der Herstellung und Charakterisierung gekühlter atomarer und molekularer Systeme.

Am Graduiertenkolleg „Geführtes Licht“ sind die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Institut national de la recherche scientifique (INRS), die Université Laval sowie die University of Toronto beteiligt. Die Wissenschaftler arbeiten gemeinsam  an neuartigen optischen Faserstrukturen, physikalischen Prinzipien der Laserpräzisionsbearbeitung und künstlichen Materialien mit maßgeschneiderten optischen Eigenschaften.

Am Graduiertenkolleg „Integrierte Entwicklung kontinuierlich-diskontinuierlich langfaserverstärkter Polymerstrukturen“ sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Department of Mechanical and Materials Engineering der McMaster University, die University of Toronto, die University of Windsor sowie die Western University beteiligt. Erforscht werden mit unterschiedlichen Steifigkeiten behafteten Materialbereiche, die kontinuierlich und/oder diskontinuierlich verstärkt sein können.

Das Graduiertenkolleg für „Funktionelle Hybridmaterialen (ATUMS)“ schließlich, an dem die TU München sowie die University of Alberta beteiligt sind, widmet sich den beiden Materialklassen strukturkontrollierter Nanopartikel mit einstellbaren Eigenschaften und leitfähigen Polymeren.