Fotografien von Eisfischerhütten in Kanada

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Man muss den Winter lieben, die Kälte und das Eis. Wer dann noch gerne fischt, interessiert sich wahrscheinlich auch für Fischerhütten, die den engagierten Fischern wenigstens ein Mindestmaß an Komfort bieten. Jeden Winter entstehen auf den zugefrorenen Flüssen und Seen in Kanada fast schon Dörfer. Ist das Eis erst dick genug, werden die Hütten von ihren eisfischenden Besitzern aufs Eis hinausgezogen und verbleiben dort bis zur einsetzenden Schmelze.

Fotograf Richard Johnson hat vor sechs Jahren diese Dörfer für sich entdeckt. Nicht um zu fischen, sondern um diese eigenartigen Behausungen fotografisch festzuhalten. Jeden Winter besucht er seither mehrere Provinzen, mehr als 650 Fotos sind so bereits zusammengekommen, die man sich auf der entsprechenden Projektseite anschauen kann: http://www.icehuts.ca/

Wunderschöne, bizarre und sehr individuelle Behausungen hat er dabei festgehalten. Aber Eisfischen hat nicht nur eine ästhetische Seite, es hat auch eine sehr lange Tradition. Schon vor Tausenden von Jahren haben kanadische Ureinwohner sich im Winter auf diese Nahrungsquelle verlassen. Heutzutage ist es in den allermeisten Fällen nur noch eine Freizeitbeschäftigung. Es sind überwiegend Männer, die sich – mit einem Bier oder einem anderen Getränkt – für Stunden um ein Eisloch versammeln. In einer warmen Hütte, die ihnen trotz der Enge ein wenig Schutz vor den Gezeiten bietet.

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