Die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro – Wir berichten für Sie

Rio De Janeiro city at twilight#95827275 | Urheber: f11photo

***Der Text wird immer  während den Spielen aktualisiert..immer wieder nachschauen 🙂 – Vielen Dank an Stefan Rizor für das Berichten!

22. August 2016

Die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 waren in mancher Hinsicht eine besondere Veranstaltung. Neben Sidney 2000 und London 2012 gelten sie als die gelungensten Spiele. Perfekt organisiert, tolle Sportstätten, ein fachkundiges und begeisterungsfähiges Publikum, das die Leistungen aller Athleten würdigt. Vancouver war für die Außenwirkung Kanadas in mancher Hinsicht herausragend. Nach den Olympischen Sommerspielen in Montreal 1976 und den Olympischen Winterspielen in Calgary 1988 war eine kanadische Stadt zum dritten Mal Gastgeber olympischer Spiele. In der Vorbereitung auf Vancouver fiel noch einmal ins Gewicht, dass Kanada der einzige Gastgeber olympischer Spiele war, der ohne einen Sieger blieb. 1976 schaffte es kein kanadischer Sportler auf das Podium. Eine Wiederholung sollte 2010 unbedingt vermieden werden. Dementsprechend erhöhte Kanada den Aufwand zur Unterstützung kanadischer Athleten vor den Winterspielen auf ein bisher unbekanntes Niveau. Der Aufwand lohnte sich: Insgesamt gewann Kanada 14mal Gold, darunter die Eishockeywettbewerbe der Frauen und Männer – 3:2 gegen die USA nach Verlängerung durch das Golden Goal von Sidney Crosby. Zum ersten Mal stand Kanada an der Spitze der Medaillenwertung. London 2012 ohne Heimvorteil gewann Kanada nur einmal Gold durch die Fahnenträgerin von Rio, Rosannagh MacLennan. Die Winterspiele 2014 im russischen Sotschi belegten, dass die Erfolge in Vancouver nicht nur der Unterstützung der Zuschauer zu verdanken waren. 25 Medaillen gewannen kanadische Athleten, darunter zehn Goldmedaillen, und damit Platz 3 in der Nationenwertung. Russland droht, als Folge der Nachuntersuchungen infolge des eingesetzten Dopings noch zahlreiche Medaillen zu verlieren. Kanadische Athleten, die um die Zeremonie in Sotchi betrogen wurden, könnten also noch weitere Medaillen gewinnen.

Das Team Canada hatte sich vorgenommen, die als nur mittelprächtig empfundene Bilanz von London spürbar zu verbessern. Sports Illustrated hatte Kanada vorher bereits 17 Medaillen, darunter viermal Gold, zweimal Silber und elf Bronzemedaillen prophezeit. Am Ende der 16 Tage in Rio standen mehr, nämlich insgesamt 22 Medaillen, vier Medaillen mehr als vor vier Jahren in London. Wichtiger noch: Es gab vier Goldmedaillen statt einer.

Zum Abschluss der DKG – Olympiaberichterstattung noch einmal ein Überblick:

Gold

Rossanagh MacLennan (Trampolin)

Derek Drouin (Leichtathletik; Hochsprung)

Erica Wiebe (Ringen, bis 75 kg)

Penny Oleksiak (Schwimmen, 100 Meter Freistil)

 

Silber

Andé De Grasse (leichtathletik, 200 Meter)

Lindsay Jennerich und Patricia Obee (Rudern, Leichtgewichts-Doppelzweier)

Penny Oleksiak (Schwimmen, 100 Meter Delphin)

 

Bronze

André De Grasse (Leichathletik, 100 Meter)

Hanyes, Brown, Rodney, De Grasse (Leichathletik, 4 mal 100 Meter Staffel)

Damian Warner (Leichtathletik, Zehnkampf)

Briane Theisen Eaton (Leichtathletik, Siebenkampf)

Meghan Bonfeito (Wasserspringen, Turm)

Meghan Bonfeito und Rose Filion (Wasserspringen, Turm, synchron)

Nationalmannschaft (Fußball, Frauen)

Nationalmannschaft (Rugby, Frauen)

Eric Lamaze (Springreiten)

Catherine Prendel (Mountainbike)

Kyle Masse (Schwimmen, 100 Meter Rücken)

Hilary Caldwell (Schwimmen, 200 Meter Rücken)

Mainville, van Landeghem, Ruck, Oleksiak (Schwimmen, 4 x 100 Meter Freistil)

Savard, Ruck, Maclean, Oleksiak (Schwimmen, 4 x 200 Meter Freistil)

Beveridghem Glaesser, Lay, Simmerling (Rad, Team-Verfolgung)

 

Die Vorbereitungen für die nächste Olympiade, also die vier Jahre bis zu den nächsten Olympischen Sommerspiele, beginnen jetzt. Kanada kann sich auf Tokio 2020 freuen.

 

19. August 2016

Der 13. Wettkampftag hat dem kanadischen Team Glück und mit vier Medaillen eine besonders gute Ausbeute beschert. Das vierte Gold der Kanadier gab es aber nicht im Olympiastadion, wo die Leichtathleten daheim sind, sondern bei den Ringern. Sports Illustrated hatte der Kanadierin Erica Wiebe zwar eine Bronzemedaille zugetraut, den Sprung auf das Siegerpodest hätte ihr kaum jemand zugetraut, aber an diesem Donnerstag konnte sie niemand stoppen. Silber gab es für Andre De Grasse über die 200 Meter und Bronze für Ashton Eaton im Zehnkampf sowie Meghan Bonfeito im Turmspringen. In der Medaillenwertung liegt Kanada jetzt bereits deutlich vor dem London-Ergebnis mit 4 Gold-, 3 Silber- und 11 Bronzemedaillen. Im Einzelnen:
Nach dem ersten Tag lag Damian Warner mit 4489 Punkten einhundertdreißig Punkte hinter Ashton Eaton und elf Punkte hinter dem Deutschen Kai Kazmirek auf Platz 3. Die erste Disziplin des zweiten Tages sind die 110 Meter Hürden, eine Disziplin wie geschaffen für die Sprinter Eaton und Warner. Dann aber folgen mit Diskus, Stabhochsprung und Speerwurf drei technisch höchst komplizierte Disziplinen. Damian Warner gewinnt den Lauf, in dem alle Favoriten starten, mit sehr guten 13,58 Sekunden. Ashton Eaton wird Zweiter in 13,80 Sekunden. Kai Kazmirek, der bisher Zweitplatzierte, braucht eine Sekunde länger und belegt mit 14,62 Sekunden nur den 7. und letzten Platz in seinem Lauf. Warner übernimmt Platz 2 mit 5518 Punkten. Der neue Dritte, Kevin Mayer aus Frankreich, hat bereits mehr als 100 Punkte Rückstand. Den Abstand zu Ashton Eaton und Gold hat Warner auch auf (immer noch) 103 Punkte reduziert. Eaton führt mit 5621 Punkten. Im Diskuswerfen muss Damian Warner vorlegen, der in der Gruppe A antritt – die weiteren Favoriten folgen in der Gruppe B. Mit 42,43 Meter startet er. Das ist eindeutig zu wenig. Er steigert sich aber im zweiten Wurf auf 44,93 Meter und den achten Platz in der Gruppe. Kai Kazmirek und Ashton Eaton bleiben mit ihren ersten beiden Würfen aber hinter Damian Warner. Dann aber steigern sich beide, Kazmirek auf 43,25 Meter und Eaton auf 45,49 Meter. Eaton baut damit die Führung nach dem Diskuswerfen weiter aus. 115 Punkte liegen zwischen Eaton (6398 Punkte) und Warner (6293 Punkte). Kevin Mayer bleibt Dritter mit 6211 Punkten. Ein Schlüsseldisziplin ist immer der kräftezehrende Stabhochsprung. Wichtig ist der erfolgreiche Einstieg, der aber allen Führenden gelingt. Damian Warner überquert 4, 50, dann 4,70 Meter, Ashton Eaton 5,20 Meter und Kai Kazmirek 5,00 Meter. Dann steigern die Favoriten die Höhen erheblich. Damian Warner überspringt 4,60 Meter, Ashton Eaton 4,90 Meter, Kevin Mayer überspringt 5,40 Meter und arbeitet sich auf Platz 2 vor. Ashton Eatons Gold blieb auch Speerwerfen ungefährdet. Zwar blieb er mit 59,77 Meter als einziger von den Führenden unter der 60-Meter-Marke. Das aber reichte aus, um den erheblichen Vorsprung abzusichern. Kevin Mayer war der beste Speerwerfer unter den Führenden mit 65,04 Metern vor Kai Kazmirek (64,60 Meter) und Damian Warner (63,19 Meter). Die Medaillen waren damit bereits vor dem 1500 Meter-Lauf verteilt, in dem die drei Medaillengewinner einträchtig und fast zeitgleich über die Ziellinie liefen. Gold für Ashton Eaton mit neuem Olympischen Rekord von 8.893 Punkten vor Kevin Mayer (8834 Punkte) und Damian Warner, der mit 8666 Punkten Bronze gewann.

Andre DeGrasse gewann über die 200 Meter Distanz in 20,02 Sekunden überzeugend bei schlechten äußeren Bedingungen, die die Zeit erklären, hinter Usain Bolt, aber mit deutlichem Vorsprung auf den drittplatzierten Franzosen Lemaitre.

Im Turmspringen standen mit der erfahrenen Roseline Filion und Meghan Bonfeito zwei kanadische Springerinnen im Filiale der besten 12. Meghan Bonfeito gelang mit dem ersten Sprung sogar die Führung im Wettbewerb. Das war der Start für eine sehr konstante Serie, mit der sie hinter den beiden Chinesinnen Bronze sicher verteidigte. Roseline Filion sprang mit der Ausnahme eines völlig verkorksten dritten Sprungs eine ebenfalls sehr überzeugende Serie, die auch zu einer Medaille hätte führen könnte. Nach dem Patzer blieb ein guter sechster Platz.

Im Modernen Fünfkampf beginnen die Frauen mit dem Fechten. Für Kanada starten Melanie McCann und Donna Vakalis auf den Plätzen 3 und 4. Bei den Männern gab es keinen kanadischen Starter.

Im Golf lagen nach der ersten Runde Brooke Henderson und Alena Sharp im Mittelfeld. Am zweiten Tag verbesserte sich Alena Sharp auf 69 Schläge (2 unter Par) und Brooke Henderson auf die zweitbeste tagesrunde auf 64 Schläge. In der Gesamtwertung verbesserte sich die Goldfavoritin (so Sports Illustrated) Brooke Henderson damit auf einen geteilten dritten Platz, zwei Schläge hinter der koreanischen Spitzenreiterin Park.

Im Triathlon der Männer gehen für Kanada Tyler Mislawchuk und Andrew Yorke an den Start. Zu den Favoriten zählen die beiden nicht. Tyler Mislawchuk wird 15., Andrew Browne 43.

Auf den BMX-Räder qualifizierte sich Tory Nyhaug als Sieger seines Vorlaufs für das Semifinale.

In der Leichtathletik fielen auch weitere Vorentscheidungen. Die Staffeln mussten sich für das Finale qualifizieren. Das gelang den kanadischen Sprinterinnen über die (kanadische Jahresbest-) Zeit von 42,70 Sekunden. Platz 7 nach dem Vorlauf. Sie profitieren massiv von den Wechselfehlern der favorisierten Niederländerinnen. Die Männer machen es weniger spannend. Sie werden Dritter in ihrem Vorlauf in der viertschnellsten Vorlaufzeit überhaupt in 37,89 Sekunden. Hier ist eine Medaille im Finale möglich. Über 800 Meter stand Melissa Bishop im Halbfinale, wo sie einen zweiten Platz belegt. Sie steht damit im Finale. Auch die Kugelstoßer mussten sich qualifizieren. Für Kanada startete Tim Nedow. Er stößt die Kugel exakt auf 20 Meter. Damit wird er 16. Der olympische Wettkampf ist für ihn beendet. Im Hochsprung versucht sich Alyxandria Treasure, einen Platz im Finale zu ergattern. Sie muss dafür persönliche Bestleistung springen – und springt persönliche Bestleistung von 1,94 Meter. 17 Teilnehmerinnen werden im Finale um die Medaillen springen. Über die 15oo Meter blieben die beider kanadischen Starter Nathan Brannen und Charles Philibert-Thiboutot im Semifinale hängen.

In der Kampfsportart Ringen schlugen sich die kanadischen Teilnehmer mit unterschiedlichem Erfolg. Jillian Gallays traf in der 53 kg – Klasse im Ringen auf die Nordkoreanerin Jong, in der 63 kg Klasse Danielle Lappage auf die Ukrainerine Tkatsch Ostaptschuk, in der 75 kg Klasse Erica Wiebe auf die Deutsche Maria Selmaier. Erica Wiebe gewinnt verdient und klar mit 5:0 und erreicht die nächste Runde. Jillian Gallays ist deutlich unterlegen und wird deshalb von den Schiedsrichtern aus dem Kampf genommen. Danielle Lappage verletzt sich und scheidet deshalb aus dem Olympischen Wettbewerb aus. Im Viertelfinale trifft Erica Wiebe auf die Chinesin Zhang und gewinnt erneut mit 5:2 Punkten. Sie zieht damit in das Halbfinale ein und hat nun überraschen Medaillenchancen. Im Halbfinale traf Erica Wiebe in ihrem dritten Kampf am Tag auf die Weißrussin Vasilisa Marsaliuk und gewinnt mit 2:0 Völlig unerwartet steht sie im Finale und hat Silber sicher.

In den Kanurennen bleibt Kanada hinter den Erwartungen zurück. Ryan Cochrane and Hugues Fournell belegen nur den achten und letzten Platz im Finale des Kajakzweiers über die Sprintdistanz von 200 Metern.

18. August 2016

Die kanadische Mannschaft gewann keine Goldmedaille am 12. Wettkampftag, aber das war nach dem bisherigen enttäuschenden Abschneiden der Kanuten auch nicht zu erwarten. Die Springreiter scheiterten ganz knapp – und Zehnkämpfer Damian Warner ist ebenso wie Sprinter Andre De Grasse auf dem Weg zu einer Medaille.
Der Zweikampf zwischen dem Kanadier Damian Warner und dem Amerikaner Ashton Eaton elektrisiert von der ersten Disziplin an. Damian Warner stürmt an die Spitze mit 10,30 Sekunden über 100 Meter und erzielt damit eine olympische Bestleistung. Noch nie ist ein Zehnkämpfer in einem olympischen Wettbewerb so schnell über diese Strecke gewesen. Ashton Eaton war aber nicht wesentlich langsamer und setzte sich mit 10,46 Sekunden auf Platz 2 fest. Im Weitsprung, in dem die Geschwindigkeit des Anlaufs in Sprungenergie verwandelte werden muss, war die Reihenfolge umgekehrt. Den Weitsprung gewann Ashton Eaton mit 7,94 Meter, Damian Warner sprang 7,67 Meter, die drittbeste Weite. Eaton führte jetzt in der Zwischenwertung vor Warner. Beide legten damit bereits einen Abstand von mehr als 100 Punkten zu dem Drittplatzierten. Im Kugelstoßen, das beide weniger mögen, büßten sie etwas vom Vorsprung ein. Damian Warner stieß die Kugel auf 13,67 Meter und belegte damit einen 23. Platz unter den 30 Zehnkämpfern. Den 11. Platz belegte der Führende Ashton Eaton mit 14,73 Metern, In der Gesamtwertung baute Eaton den Vorsprung auf Warner damit auf 95 Punkte aus. Warner lag auf Platz 2 nur 15 Punkte vor dem Kugelstoßbesten Kevin Mayer aus Frankreich. Im Hochsprung, der vierten Disziplin, sind Eaton und Warner nicht ganz so stark. Deshalb hofften die Konkurrenten, in dieser Disziplin aufholen zu können. Dann aber sprangen Eaton 2,01 Meter und Warner für seine Verhältnisse überragende 2,04 Meter. Ashton Eaton verteidigt die Führung. Die letzte Disziplin des ersten Tages bildet der 400 Meter Lauf, in dem die Führenden gegen einander antreten. Beflügelt von seinem sehr guten Hochsprung von 2,10 Meter, läuft Kazmirek persönliche Bestleistung mit 46,75 Sekunden und wird Zweiter in dieser Disziplin. Eaton gewinnt in 46,07, Warner benötigt 47,35 Sekunden, ist mit dieser Zeit aber Drittschnellster unter den verbliebenen 27 Teilenehmern. Am Ende des ersten Tages liegt Ashton Eaton komfortabel in Führung mit 4621 Punkten vor Kazmirek (4500 Punkte) und Warner (4489 Punkte). Warner ist aber traditionell am zweiten Tag sehr viel stärker, daher erscheint die (Silber-) Medaille nach dem ersten Tag sicher. Welche Farbe sie haben wird, wird der zweite Tag zeigen.

Spannung und eine mögliche Medaille verspricht auch der 200 Meter Lauf. 100 Meter Bronzemedaillengewinner Andre De Grasse stürmt nur knapp hinter Usain Bolt in seinem Semifinale in 19,80 Sekunden als Zweiter in das Finale. Der 100 Meter Zweite Justin Gatlin nimmt zu früh das Tempo aus seinem Lauf und scheidet überraschend aus. Aaron Brown läuft die Strecke in 20,37 Sekunden und scheidet als Siebenter seines Semifinales ebenfalls aus.

Die kanadischen Springreiter hatten sich – im Gegensatz zu den Siegern von 2012, den Briten – für das Finale der achte besten Nationen qualifiziert. Dort belegten sie gemeinsam mit Deutschland mit 8 Fehlerpunkten den dritten Platz, so dass – anders als im Boxen, wo zwei dritte Plätze vergeben werden – ein Stechen entscheiden musste. Trotz guter Leistungen auch im Stechen kassierten die kanadischen Reiter Yann Candele, Tiffany Foster, Amy Millar und Eric Lamaze nach zwei Abwürfe und erneut acht Fehlerpunkte, die Deutschen blieben im Stecher fehlerfrei, nur der undankbare vierte Platz. In der Einzelwertung übernahm Eric Lamaze die Führung und qualifizierte sich ebenso wie Tiffany Foster und Yann Candele für das Einzelfinale.

Die kanadischen Volleyballer verloren deutlich ihr Viertelfinalspiel gegen Russland und bleiben ohne Medaille.
Die Frauen starteten in ihr erstes olympisches Golfturnier. Sports Illustrated vermutet, dass die Kanadierin Brooke Henderson gewinnen wird. In jedem Fall sind die Erwartungen an die kanadischen Golferinnen hoch. In der ersten Runde spielten Brooke Henderson 70 Schläge (einen unter par) und Alena Sharp yy Schläge.
In der Leichtathletik standen die Vorentscheidungen in weiteren Disziplinen an. So erreichten der kanadische Langstreckenläufer Mohammed Ahmed über die 5000 Meter Strecke das Finale der besten 15. Lucas Bruchet schied dagegen aus. Melissa Bishop war sogar die Schnellste in den 800 Meter Vorläufen und erreichte das Semifinale sicher. Über 110 Meter Hürden standen die Halbfinalläufe auf dem Programm mit Phylicia George und Nikkita Holder. Nikkita Holder wird im Semifinale disqualifiziert, aber Phylicia George erreicht als zweite ihres Semifinales den Endlauf. Dort wird sie aber hinter den dominierenden drei Amerikanerinnen nur Platz 8 in 12,89 Sekunden.
Im Freistilringen in der Klasse bis 58 kg unterlag die Kanadierin Michelle Fazzari im Achtelfinale mit 1:3 gegen die Türkin Elif Yesilirmak. In der Klasse bis 48 kg unterlag Jasmine Mian anschließend mit 4:14 Punkten der Chinesin Yanan Sun. In der Klasse bis 69 kg dominierte dagegen die dritte kanadische Ringerin, die 23jährige Dorothy Yeats, ihren Kampf so deutlich gegen die Ringerin Hannah Reuben aus Nigeria, so dass der Kampf wegen deutlicher Überlegenheit abgebrochen wurde. Punktestand 11:1 zu Gunsten von Dorothy Yeats. Im Viertelfinale ist dann jedoch Schluss. Gegen die Japanerin Sara Dosho verliert sie mit 2:7 Punkten. Sara Dosho erreicht aber das Finale, das sie dann später auch gewinnt. Dadurch darf Dorothy Yeats in der Hoffnungsrunde weitermachen und gewinnt ihren ersten Kampf mit 3:2 Punkte gegen Buze Tosun aus der Türkei. Im kleinen Finale geht es dann am Abend um Bronze gegen die Schwedin Anna Fransson. Diesen Kampf verliert sie mit 1:3 Punkten und wird Fünfte.
Im Kanu stand Wiedergutmachung an, die aber nicht gelang. Mark Oldershaw belegte Platz vier in seinem Vorlauf über 200 Meter Kajak, was ihm den Start im Semifinale einbrachte. Im Semifinale wurde er jedoch nur Siebenter und schied aus. Im Zweierkajak über die Sprintstrecke von 200 Meter belegten Ryan Cochrane und Hugues Fournell den vierten Platz und rückten damit ebenfalls in das Semifinale vor. Dort belegten sie einen dritten Platz, der für den Einzug in das Finale reicht. Im Kajakeiner über 500 Meter rückt Emilie Fournell nach einem zweiten Platz in das Semifinale vor. Dort belegte sie aber nur einen siebenten Platz und schied aus.

Alena Sharp spielte eine 72er-Runde, also einen Schlag über Par und liegt damit auf einem geteilten 37. Platz. Brooke Henderson liegt auf Platz 19.

17. August 2016

Auf die Schlagzeile ‚Barber gewinnt – der Weltmeister wird auch Olympiasieger‘ hat Kanada vergeblich gehofft, aber die Unterzeile ‚der Weltmeister wird auch Olympiasieger‘ hätte am 11. Wettkampftag genutzt werden können. Denn Hochsprungweltmeister Derek Drouin setzte sich mit einer Höhe von 2,38 Meter gegen die gesamte Konkurrenz durch und holte nach dem Gold bei der WM 2015 in Peking auch das Gold bei Olympia in Rio. Kanada hat jetzt bereits drei Goldmedaillen und insgesamt 14 Medaillen gewonnen. Das Ziel, das Londoner Ergebnis von 18 Medaillen und einmal Gold zu übertreffen, ist fast erreicht. Die Prognose von Sports Illustrated, Kanada werde 4 Gold-, zwei Silber- und zehn Bronzemedaillen gewinnen, könnte Kanada ebenfalls übertreffen. Sports Illustrated traut Brooke Henderson Gold im Gold und dem Kanuten Mark De Jonge Gold über die 200 Meter zu. Beide Wettbewerbe stehen noch aus.

Für Kanada blieb es Derek Drouins die einzige Medaille an einem eher durchschnittlichen Wettkampftag. Großer Kampf und trotzdem verloren.

Die kanadischen Fußballerinnen erarbeiteten sich im Viertelfinale eine Vielzahl von Chancen, verloren aber 0:2 gegen Deutschland (das sie noch in der vorrunde mit 2:1 besiegen konnten). Im Spiel um Platz 3 wartet nun der tief enttäuschte Gastgeber Brasilien auf die Kanadierinnen.

Die kanadische Basketballerinnen bleiben auch ohne Medaille. In einem knappen Match verloren sie mit 63:68 gegen Frankreich im Viertelfinale.

Jonathan Cabral bescherte Team Canada einen weiteren Finalplatz über 110 Meter Hürden, wo er als achtschnellster über die Zeit in das Finale einzog. Dort wurde er in 13,50 Sekunden Sechster. In der Qualifikation übersprang Kelsie Ahbe 4,55 Meter und blieb damit 5 cm unter der Qualifikationshöhe von 4,60 Meter. Diese Höhe reichte aber für das Finale, da nur sieben Springerinnen diese Höhe nahmen. Alisha Newman mit übersprungenen 4,45 Meter und Anicka Newell mit übersprungenen 4,15 Meter schieden dagegen aus. Elisabeth Gleadle warf den Speer auf 60,28 Meter. Das bedeutete Platz 16 in der Qualifikation und damit das Aus. 12 Speerwerferinnen erreichten das Finale. Im 1500 Meter Lauf der Männer gibt es noch ein Semifinale, das beide kanadischen Starter Nathan Brannen und Charles Philibert-Thiboutot erreichten. Ähnlich erfolgreich verliefen auch die 100 Meter Vorläufe. Phylicia George und Nikkita Holder erreichten die Runde der letzten 24. Nur Angela Whyte schied im Vorlauf aus. In den Vorläufen über 200 Meter lief Bronzemedaillengewinner Andre De Grasse in 20,09 Sekunden die schnellste Zeit und erreichte problemlos das Semifinale der besten 24, für das sich auch Aaron Rodney qualifizierte. Der dritte kanadische Starter, Aarons Bruder Brendan, schied dagegen unglücklich aus. Wäre es nur nach Zeit gegangen, hätte er das Semifinale erreichen müssen, aber der Platz im Vorlauf entschied.

Was bringt der 12. Wettkampftag? Die meisten Zuschauer wird sicherlich das mit Spannung erwartete Duell der Zehnkämpfer auf sich ziehen, wenn Vizeweltmeister Damian Warner den London-Sieger, amtierenden Weltmeister und Weltrekordler Aston Eaton trifft. Ob in diesen Zweikampf noch ein Dritter wie beim Siebenkampf der Frauen eingreifen wird? Für Spannung ist gesorgt.

Die kanadischen Volleyballer messen sich im Viertelfinale mit Russland und hoffen auf die nächste Überraschung (nach dem Sieg im letzten Vorrundenspiel gegen Italien). Die kanadischen Reiter messen im Preis der Besten acht Nationen.

Die Golferinnen um Brooke Henderson gehen auf die erste Runde.

Die kanadischen Ringerinnen greifen in das Turnier ein, und die Vorläufe in den weiteren Kanuwettbewerben stehen an, eine Gelegenheit zur Rehabilitation für das bisher enttäuschende kanadische Team.

16. August 2016

Der 10. Wettkampftag stand ganz im Zeichen der aufregenden Leichtathletikwettbewerbe. Weltmeister Shawn Barber war einer der Favoriten im Stabhochsprung. ER wurde seiner Favoritenrolle aber nicht gerecht, sondern scheiterte nach übersprungenen 5,50 Meter an der zweiten Höhe von 5,65 Meter und belegte Platz 10. Der Olympiasieger von London, der Franzose Renaud Lavillenie, stieg erst bei 5,85 Meter ein und sah lange wie der erneute Sieger aus, ehe dann der Basilianer Thiago da Silva seine Bestleistung mit der Unterstützung des begeisterten Publikums um 11 cm steigerte und als erster 6-Meter-Springer bei Olympia mit 6,03 Meter siegt.
Aus kanadischer Sicht blieb der Tag ohne Medaille.
Die herausragende Leistung an diesem Tag erzielten die Volleyballer, die die bereits als Gruppensieger feststehenden Italiener überraschend mit 3:1 Sätzen schlugen und damit das Viertelfinale erreichten. Die brasilianischen Gastgeber sind ausgeschieden. Am Mittwoch spielen die Kanadier jetzt gegen Russland im Viertelfinale und sind erneut krasser Außenseiter.
Stephanie Horner wird 23. im Schwimm-Marathon über 10 km.
Nach dem Rudern in der ersten Woche folgen die Kanuwettbewerbe in der zweiten olympischen Woche, eine kanadische Spezialität, aber zu Beginn gibt es nur Enttäuschungen. Alle kanadischen Starter rücken zwar in das Semifinale vor. Dort aber belegen sie keine vorderen Plätze, die für das A-Finale um die Medaillen reichen, sondern starten dann im B-Finale, Das gilt für Mark Oldershaw über 1000 Meter Canadier, Genevieve Fraser und Kc Fraser im Zweier-Kajak, Andreanne Langlois im Einerkajak über 200 Meter und, überraschend, auch nur für Adam van Koeverden über 1000 Meter Kajak. sechster.
Genevieve Lalonde wird 16. über die 3000 Meter Hindernis Strecke und hat mit dem Ausgang des Rennens zu keinem Zeitpunkt etwas zu tun. Über die gleiche Strecke bei den Männern qualifiziert sich Matthew Hughes mit der elftschnellsten Zeit für das Finale der besten 15. Die anderen beiden kanadischen Starter Chris Winter und Taylor Milne scheiden aus. Crystal Emmanuel läuft die 200 Meter in 22,94 Sekunden und rückt damit als 19. (von 24) in das Halbfinale vor. Über 110 Meter Hürden schaffte Jonathan Cabral den Sprung in das Halbfinale. 13,63 Sekunden reichten dafür knapp aus. Ausgeschieden ist er zweite kanadische Starter Sekou Kaba in 13,70 Sekunden
Was erwartet uns am 11. Wettkampftag aus kanadischer Sicht?
Das Hochsprungfinale mit Derek Drouin könnte Kanada die nächste Leichtathletikmedaille bescheren. Die kanadischen Fußballerinnen treffen im Halbfinale erneut auf Deutschland, die bereits im Trainingslager Lärm simulierten, um für das Elfmeterschießen zu trainieren. In der Vorrunde hatte Kanada mit 2:1 gewonnen. Die kanadischen Basketballerinnen spielen gegen Frankreich um den Einzug in das Semifinale. Philipp Gagné ist die kanadische Hoffnung im Wasserspringen. Jacqueline Simoneau und Karine Thomas stehen im Finale der Synchronschwimmerinnen. Ganz bitter werden die Kanuwettbewerbe sein, in denen heute vier Finals stattfinden, alle ohne kanadische Beteiligung. Selbst der hochgewettete Adam van Koeverden ist im Halbfinale gescheitert.

15. August 2016

Am Tag des olympischen Finales in Bestform sein. Das ist das Ziel jedes Athleten. Zu welcher Platzierung das reicht, bleibt dann abzuwarten. Andre De Grasse, der kanadische Topsprinter hat deshalb alles richtig gemacht. 20 Jahre nach Donovan Baileys Gold über die 100 Meter hat Andre De Grasse Bronze über die 100 Meter in persönlicher Bestzeit von 9,91 Sekunden hinter den beiden Topfavoriten Usain  Bolt und Justin Gatlin gewonnen. Ein Riesenerfolg für die kanadische Leichtathletik und Bronzemedaille 9 am 9. Wettkampftag.

Es bleib die einzige Medaille für Team Canada an diesem Tag, aber nicht die einzige Topleistung.

Jennifer Abel verlor in ihrem letzten Sprung die hinter den unerreichbaren Chinesinnen fast sichere Bronzemedaille noch an die Italienerin Tania Cagnotto und landete auf dem undankbaren vierten Platz. Pamela Ware wurde Siebente.

Die Beachvolleyballerinnen Heather Bansley und Sarah Pavan verloren im Viertelfinale in zwei Sätzen gegen die favorisierten Deutschen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst.

Die kanadischen Basketballerinnen verloren gegen Spanien mit 60:73, hatten das Viertelfinale aber bereits vorher erreicht. Am Dienstag geht es jetzt gegen Frankreich um den Einzug in das Halbfinale.

Erwartungsgemäß hatten die kanadischen Marathonläuferinnen mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. In großer Hitze erreichten beide das Ziel. Lanni Marchant wurde 24., Krista Duchene 35. Nicole Sifuentes schied im Halbfinale über 1500 Meter aus. Erfolgreicher war Medaillenkandidat Derek Drouin, der in der Qualifikation des  Hochsprung 2,29 Meter meisterte und das Finale der besten 12 erreichte. Michael Mason schied dagegen mit übersprungenen 2,26 Meter aus. Carline Muir schied im Halbfinale über 400 Meter aus.

Die kanadischen Boxer erwischten keinen guten Tag. Die Mittelgewichtlerin Ariane Fortin verlor nach Punkten gegen Dariga Shakimowa aus Kasachstan. Im Weltergewicht verlor ebenso nach Punkten Artur Biyarslanov gegen den Deutschen Artem Harutyunyan.

David Hearn und Graham Delaet spielten ihr bestes Golf auf der vierten Runde mit 66 bzw. 69 Schlägen. Graham Delaet benötigte 279 Schläge was für Platz 20 reichte. David Hearn benötigt vier Schläge mehr, was Platz 24 im Gesamtklassement bedeutete.

Der zehnt Wettkampftag bringt unter anderem das Stabhochsprungfinale mit Medaillenkandidat Shawn Barber. Holt er das dritte Gold?

 

14. August 2016

Vor vier Jahren gewann Kanada (nur) einmal Gold, aber 12x Bronze. Dieses Mal wollte Team Canada mehr Gold. Nach einer Woche ist dies nur zum Teil gelungen. Team Canada hat zwei Goldmedaillen gewonnen, aber auch acht Bronzemedaillen.

Die Bronzemedaillen sieben und acht gewannen die Radsportler und die Leichtathleten.

Briane Theisen-Eatons mit Spannung erwartetes Duell um Gold und Silber fiel aus. Sports Illustrated hatte auf einen kanadischen Sieg getippt. Jessica Ennis-Hill, die britische Siegerin von London 2012, holte Silber mit 6775 Punkten. Das reichte, um Briane Theisen-Eaton, die 6653 Punkte erzielte, hinter sich zu lassen, aber nicht, um die belgische Außenseiterin Nafissatou Thiam zu schlagen, die am Ende 6810 Punkte sammelte. Im abschließenden 800-Meter-Lauf holten die beiden Favoritinnen zwar auf, aber es reichte am Ende nicht für mehr als Silber und Bronze.

Die zweite Bronzemedaille gewannen die Kanadierinnen in der Team-Verfolgung im Bahnradsport. Während die Britinnen und die Amerikanerinnen im Vorlauf und Finale in einer anderen Galaxie fuhren und den bisherigen Weltrekord ein und andere Mal verbesserten, gewannen die Kanadierinnen das Rennen der anderen Nationen. Mit Bronze waren sie sehr zufrieden.

Graham Delaet und David Hearn spielten eine 74er-Runde, also 3 über Par und fielen deutlich zurück. Vor der Schlussrunde belegt Dealet den geteilten 22. Platz mit 211 Schlägen, Hearn lag auf dem geteilten 44. Platz mit 217 Schlägen. Aussichten, den führenden Justin Rose (Großbritannien) zu gefährden,  der über die 3 Runden 201 Schläge brauchte, bestehen nicht.

Die kanadische Hockeymannschaft verabschiedete sich achtbar aus dem Turnier mit einem 2:2 Unentschieden gegen Rekordolympiasieger Indien. Auf Indien wartet der Geheimfavorit aus Belgien im Viertelfinale, auf die kanadische Mannschaft das Zuschauen.

Der kanadische Frauenachter belegte im Finale einen achtbaren fünften Platz, die Männer hatten das Finale verpasst.

Die kanadische Volleyballmannschaft besiegte Mexiko mit 3:0 und dürfte sich damit bereits vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Spitzenreiter Italien für das Viertelfinale qualifiziert haben.

Im Finale der besten 12  stehen auch die Kunstspringerinnen Jennifer Abel und Pamela Ware.

Goldfavorit Shawn Barber schaffte im Stabhochsprung die geforderten 5,70 Meter und erreichte damit wie seine schärfsten Konkurrenten das Finale. Knapper war der Einzug in das Finale für die 3000 Meter Hindernis Läuferin Genevieve Lalonde, die als 14. Gerade soeben noch in das Finale der besten 15 rutschte. Die anderen beiden Kanadierinnen Marie Bernard und Erin Teschik schieden aus.

Kanadas Sprinter Nummer 1, Andre DeGrasse überzeugte in der 1.Runde und gelangte, ohne sich voll zu verausgaben, das Halbfinale über 100 Meter. Brandon McBride schaffte den Sprung in das 800 Meter Finale nicht mehr und schied aus.

Im Beachvolleyball war klar, dass eine kanadische Mannschaft das Viertelfinale erreichen, die andere aber ausscheiden würde. Im Achtelfinale trafen die beiden kanadischen Teams aufeinander. Die ‚inoffizielle’ kanadische Meisterschaft gewannen die favorisierten Sarah Pavan und Heather Bandsley glatt in zwei Sätzen gegen Jamie Broder und Kristina Valjas. Im Viertelfinale warten nun die deutschen Weltranglistenersten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. Das letzte kanadische Männerteam Chaim Schalk und Ben Saxton schied gegen das niederländische Duo Brouwer und Meeuwasen in zwei Sätzen im Achtelfinale aus.

13. August 2016

War der bisher erfolgreichste. Drei Medaillen – eine in jeder Farbe:

Die Fahnenträgerin Rosannagh MacLennan, 2012 einzige kanadische Goldmedaillengewinnerin in London, schreibt Sportgeschichte. Die Trampolinturnerin gewinnt erneut Gold in Rio. Kanada kann damit das  zweite Gold im Rio feiern,

Der kanadische Doppelzweier im Leichtgewicht bestehend aus Lindsay Jennerich und Patricia Obee hatte Sports Illustrated in ihrer großen Vorschau Silber zugetraut hinter den Niederländerinnen Ilse Paulis und Maaike Head – und manchmal irren sich auch Experten, gerade im Sport. Hier liegen sie gold-, nein silberrichtig, Lindsay Jennerich und Patricia Obee gewinnen eine weitere Medaille für die kanadische Mannschaft, die nicht nur die Vorhersagen der Sportexperten erfüllt, sondern sogar deutlich übertrifft. Dass die im Jahre 2000 geborene Penny Oleksiak als erste Olympiasieger (aus dem Jahr 2000) vier Medaillen gewinnen würde, hat niemand erwartet.

Bronze gewann schließlich die 25jährige Hilary Caldwell über 200 Meter Rücken.

Dies Zwischenbilanz ist deshalb so beachtlich, weil die kanadische Mannschaft bereits in der ersten Woche zehn Medaillen gewonnen hat. Vor vier Jahren waren es 18 Medaillen. Nach den Einschätzungen der Experten der Sports Illustrated gewinnen die Kanadier 2/3 ihrer Medaillen in den Wettbewerben der zweiten Woche. Die großen kanadischen Medaillenkandidaten kommen noch.

Die zweite Woche gehört traditionell den Leichtathleten, die dann den Slot der Schwimmer übernehmen. Der letzte Tag der Schwimmer und der erste Tag der Leichtathleten finden parallel statt.

Eine der großen Medaillenfavoritinnen ist die mit dem amerikanischen Olympiasieger und Zehnkämpfer Ashley Eaton verheiratete Siebenkämpferin Briane Theisen-Eaton, von der Sports Illustrated sogar glaubt, dass die die englische Siegerin Jessica Ennis-Hill schlagen kann. Briane Theisen-Eaton startet mit 13,18 Sekunden über die 100 Meter Hürden. Den Lauf gewinnt Jessica Ennis-Hill in 12,80 Sekunden, die damit auch die Führung im Wettbewerb übernimmt. Briane Theisen-Eaton liegt auf Platz 6. Im Hochsprung schaffen beide Favoritinnen 1,86 Meter; Jessica Ennis-Hill dann sogar 1,89 Meter. Jessica Ennis-Hill fällt damit auf Platz 3 zurück, Briane Theisen-Eaton verbessert sich auf Platz 5. Im Kugelstoßen gewann Jessica Ennis-Hill überraschend den direkten Vergleich mit 13,83 Meter gegen Briane Theisen-Eatons 13,45 Meter. Über 200 Meter wurde Briane Theisen-Eaton in 24,18 Sekunden deutlich hinter Jessica Ennis-Hill. Der vorhergesagte Zweikampf findet bisher nicht statt. Nach dem ersten Tag liegt Jessica Ennis-Hill knapp in Führung. Briane Theisen-Eaton muss mächtig aufholen, will sie überhaupt eine Medaille gewinnen. Derzeit liegt sie auf Platz 6.

Im 10.000 Meter Finale der Frauen starteten mit Natasha Wodak und Lanni Marchant gleich zwei Kanadierinnen. Mit dem Ausgang des Rennens hatten sie erwartungsgemäß nichts zu tun. Die Siegerin Amaya Azaz (Äthiopien) lief neuen Weltrekord, die beiden Kanadierinnen liefen im Rennen persönliche Jahresbestleistung und landeten auf den Plätzen 25 (Marchant) und 22 (Wodak).

Über 20 km vertraten Benjamin Thorne, Evan Dunfee und Inaki Gomez die kanadischen Farben. Benjamin Thorne hatte Sports Illustrated gar eine Bronzemedaille zugetraut. Diese Hoffnungen wurden nicht erfüllt. Als schwächster Kanadier landete Ben Thorne auf Platz 27. Evan Dunfee wurde 10. und Inaki Gomez 13.

Im Übrigen stand der erste Leichtathletiktag im Zeichen der Qualifikationen für die nächsten Runden. Für viele kanadische Athleten bedeuteten diese Vorkämpfe bereits das Aus. In der Qualifikation des Kugelstoßens erreichten Brittany Crew 17,45 Meter und Taryn Suttie 16,74 Meter. Das reichte nicht für das Finale der besten 12. Beide schied mit dieser Weite im Vorkampf aus. In der Qualifikation schleuderte Heather Steacy den Hammer auf 66,01 Meter und schied aus. Im Vorlauf der Frauen über 1500 Meter Hilary Stelingwerff, Nicole Sifuentes und Gabriella Stafford. Hillary Stellingweff und Nicole Sifuentes schieden jeweils als 7. ihres Vorlaufs und Gabriela Stafford als 9. Aus.

Im Vorlauf der Männer über 800 Meter traten Anthony Romaniw und Brandon McBride an. Brandon McBride gewann seinen Vorlauf in guten 1:45, 99 Minuten und qualifizierte sich für das Halbfinale. Romaniw wurde 6. und schied aus.

Die bislang ungeschlagene kanadische Frauenfußballmannschaft traf im Viertelfinale auf die zum engen Favoritenkreis gerechneten Französinnen, die hinter den USA den zweiten Platz in ihrer Gruppe belegt hatten. Durch ein Tor der für Frankfurt in der Bundesliga spielenden Sophie Schmidt gewann Kanada mit 1:0 und zog in das Halbfinale ein, wo erneut die deutsche Mannschaft wartet. In der Vorrunde hatte Kanada mit 2:1 gewonnen.

Der kanadische Vierer ohne belegte im Finale der besten sechs Boote abgeschlagen den sechsten und letzten Platz.

In der Klasse bis 51 kg traf die kanadische Boxerin Mandy Bujold auf die usbekische Faustkämpferin Yodgoroy Mirzaeva. Die Kanadierin gewinnt einstimmig nach Punkten.

Erwartungsgemäß chancenlos waren die bisher sehr erfolgreichen kanadischen Basketballerinnen gegen die favorisierten Nachbarinnen aus den USA und verloren mit 51:81 Körben. Der Einzug in das Viertelfinale ist aber nicht gefährdet.

Die kanadischen Golfer spielen weiterhin sehr unterschiedlich. David Hearn spielt eine 70er Runde; Graham Delaet gelingt nur eine 71er Runde. David Hearn liegt damit 11 Schläge  hinter dem führenden Australier und verabschiedet sich damit aus dem Vorderfeld des Turniers.  Graham Delaet fällt zwar auf den geteilten Platz 6 zurück, aber mit drei Schlägen Rückstand auf Bronze und fünf Schlägen Rückstand auf Gold bleiben ihm alle Chancen auf den verbleibenden zwei Runden.

 

12. August 2016

Penny Oleksiak gewinnt das erste Gold für Kanada in Rio. Sie gewinnt den Schwimmklassiker über 100 Meter Freistil mit neuem Olympischem Rekord von 52,70 Sekunden und damit komplettiert sie ihren Medaillensatz in Rio. Sie hatte schon vorher eine Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen. Trotzdem wird sie außerhalb Kanadas immer nur als zweite in diesem Fínale genannt werden, denn zeitgleich gemeinsam mit ihr gewann die Amerikanerin Simone Manuel Gold – als erste farbige Schwimmerin überhaupt.

In den weiteren Schwimmfinales des 6. Wettkampftages gab es erwartungsgemäß keine weitere Medaillen für Kanada. Kierra Smith wurde 7. Über 200 Meter Brust. Kanadier hatten sich für die weiteren Endläufe nicht qualifiziert.

Denkbar knapp mit 6:7, 4:6 verlor das kanadische Tennisdoppel Nestor und Pospisil gegen das spanische Doppel Lopez und Nadal. Jetzt geht es am heutigen Freitag um Bronze gegen die Amerikaner Steve Johnson und Jack Sock.

Der kanadische Golfer Graham Delaet spielt beim ersten Golfturnier seit 1904, also seit 112 Jahren, eine ausgezeichnete erste Runde mit 66 Schlägen (5 unter Par) und belegt einen zweiten Platz. Der zweite kanadische Golfer David Hearn spielt nur eine 73er Runde und liegt damit im 60er Feld weit in der zweiten Hälfte des Tableaus.

Der kanadische Leichtgewichtsdoppelzweier aus Lindsay Jennerich und Patricia Obee erreicht als Zweiter seines Halbfinales das Finale. Der kanadische Vierer erreicht ebenfalls als Zweiter den Endlauf. Über den Hoffnungslauf qualifiziert sich auch der kanadische Damenachter für das Finale.

Judoka Kyle Reeves trifft in der Runde der letzten 32 der Klasse bis 100 kg auf den niederländischen Rivalen Henk Grol und scheidet nach großem Kampf knapp aus.

Im Weltergewicht des Boxens wurde der Achtelfinalgegner für den Deutschen Artem Harutyunyan gesucht. Der Kanadier Arthur Biyarslanov traf auf den Jordanier Obada Alkasbeh und besiegte ihn mit 3:0 Richterstimmen..

Die kanadische Hockeynationalmannschaft besaß im Spiel gegen Irland die wohl letzte Chance, nach zwei Niederlagen noch das Viertelfinale zu erreichen. Nicht unerwartet gibt es beim 2:4 im dritten Spiel die dritte Niederlage.

Belinda Trussell qualifizierte sich auf ihrem ‚Anton‘ als 28. von 30 für das Finale im Dressurreiten. Die zweite kanadische Reiterin Megan Lane schied als 32. aus.

Im Beachvolleyball ging es um die Plätze für das Achtelfinele. Jamie Broder und Kristina Valjas gewinnen ihr drittes Spiel erwartungsgemäß mit 2:0 Sätzen gegen Ägypten, die weniger ihrer sportlichen Leistungen Aufsehen erregen. Anders als ihre Konkurrentinnen tragen sie nicht Bikinis, sondern eine züchtigere Sportbekleidung. Broder und Valjas belegen damit in ihrem Pool den zweiten Platz. Ihren Pool gewonnen haben die zweite kanadische Damenmannschaft aus Heather Bansley und Sarah Pavan. Sie gewannen gegen das deutsche Duo Borger/Buthe glatt in zwei Sätzen. Im Achtelfinale kommt es jetzt zwischen den beiden kanadischen Duos zum Duell.

Das kanadische Beachvolleyballduo Schalk und Saxton traf im letzten Vorrundenspiel auf das bisher unbesiegte kubanische Duo Dias Gomez und Gonzales Bayard. Daran änderten auch die Kanadier nichts. Die Kubaner bleiben auch im dritten Spiel ungeschlagen und werden Gruppensieger. Saxton/Schalk belegten damit den dritten Platz. In einem Lucky Loser Spiel gegen die Polen Fijalek und Prudel ging es nun um den Einzug in das Achtelfinale. Das Entscheidungsspiel gewannen die beiden Kanadier in zwei Sätzen und qualifizierten sich damit für das Achtelfinale, in dem sie auf die Niederlande treffen. Josh Binstock und Samuel schachter verloren auch ihr drittes Poolspiel mit 1:2 Sätzen gegen Österreich und schieden damit als Gruppenletzter aus dem olympischen Turnier aus.

11. August 2016

Am Ende des vierten Tages und am fünften Tag gab es weitere Bronzemedaillen für die kanadische Mannschaft:

Meaghean Benfeita und Roseline Fillon gewannen Bronze im Synchronspringen vom 10-Meter-Turm. Sie galten schon vor den Spielen als ein Medaillenkandidat, aber die chinesische Konkurrenz und – überraschend – auch die Mannschaft aus Malaysia zeigten noch besser benotete Sprünge.

Nicht nur die Springer überzeugten, auch die Schwimmer. Für die 4 x 200 Meter Kraulstaffel der Kanadier gab es eine weitere Bronzemedaille. Katerine Savard, Taylor Madison Ruck, Brittany MacLean und Schlussschwimmerin Penny Oleksiak sicherten sich hinter den USA und Australien das Platz auf dem Podium. Für Penny Oleksiak war dies bereits die dritte Medaille in Rio.

Über die Königsdisziplin über 100 Meter Freistil verpasste der kanadische Schwimmer Santo Condorelli in 47,88 Sekunden eine Medaille nur um 3/100.

Daniel Nestor und Vasek Pospisil setzten sich glatt in zwei Sätzen gegen das italienische Doppel Fognini und Seppi im Tennis durch und stehen damit im Halbfinale, in dem die Spanier Marc Lopez und Rafael Nadal auf sie warten.

Die kanadische Volleyballmannschaft der Herren bezwang im ersten Vorrundenmatch die USA mit 3:0, verlor dann aber das zweite Spiel gegen Gastgeber Brasilien mit 1:3. In der Vorrunde warten noch Frankreich, Mexiko und Italien. Die ersten vier Mannschaften einer Gruppe erreichen das Viertelfinale.

Erwartungsgemäß bezwangen die kanadischen Basketballerinnen das Team aus dem Senegal mit 68.58 Körben.

Im Florettfechten setzt sich Eleanor Harvey über die Algerierin Khelfaoui mit 15:6 Treffern und die Italienerin Arriana Errigo mit 15:11 durch und erreicht das Viertelfinale, wo sie gegen die Tunesierin Boubakri mit 13:15 Treffern ausscheidet. Mit dem Säbel ficht Joseph Polossifakis gegen Alexander Buikewitsch aus Weißrussland in der Runde der letzten 32, verlor aber deutlich mit 6:15.

Im Bogenschießen bleibt die kanadische Vertreterin Georcy Thiffeault Picard im Achtelfinale gegen die Taiwanesin Ta Ping chancenlos und scheidet aus. Crispin Duenas erreichte nach einem knappen 6:5 Erfolg über den Italiener Marco Galliazo das Achtelfinale.

Im Beachvolleyball verlieren die kanadischen Herren Binstock und Schachter auch ihr drittes Vorrundenspiel gegen Österreich und scheiden aus. Dagegen gewinnen Sarah Pavan und Heather Bansley auch ihr zweites Spiel und erreichen damit das Achtelfinale.

Die Judoka Kalita Zupancic erreichte das Viertelfinale nach der Disqualifikation ihrer georgischen Gegnerin. Im Viertelfinale ist gegen die Japanerin Haruka Tachimoto aber Endstation.

Was erwartet die kanadischen Sportfans am Donnerstag?

Der kanadische Ruder-Doppelvierer steht im Finale. Die Golfer gehen auf ihre erste olympische Runde. Die kanadischen Hockeyherren treffen auf Irland.

Nestor und Pospisil spielen im Doppel gegen Lopez und Nadal um den Einzug in das Finale.

Kierra Smith hat noch gerade das Finale über 200 Meter Brust. Mehr Hoffnungen auf eine (weitere) Medaille darf sich Penny Oleksiak über 100 Meter Freistil machen. Im Halbfinale war sie nur 1/100 Sekunde langsamer als die australische Goldfavoritin Cate Campbell. Die lang ersehnte erste kanadische Goldmedaille ist hier möglich

 

10. August 2016

An den Tagen 3 und 4 überzeugt das kanadische Team in Rio und gewinnt weitere Medaillen, aber das erste Gold fehlt unverändert.

Das kanadische Rugbyteam der Frauen gewinnt nach dem mit 5:27 verlorenen Halbfinale gegen Australien überraschend die Bronzemedaille gegen das Mutterland des Rugbys Großbritannien durch ein klares 33:10.

Penny Olesiak gewann Silber hinter der überragenden, Weltrekord schwimmenden Schwedin Sarah Sjöström über 100 Meter Schmetterling. Bronze gab es für Kylie Masse (wie prognostiziert( über 100 Meter Rücken (gemeinsam mit einer Schwimmerin aus China, die exakt auf die 1/100 Sekunde die gleiche Zeit erreichte)-

Andere Medaillen wurden knapp verpasst. Bouchard erreicht einen guten 5. Platz im Judo bis 66 kg, Meyer Platz 7 im Trapschießen der Frauen. Abel/Ware belegten knapp geschlagen den 4. Platz im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett und verpassten damit die prognostizierte Bronzemedaille.

Die kanadische Kraulstaffel der Männer belegte einen 7. Platz, Jeweils einen 5. Platz belegten MacLean über 400 Meter Kraul der Frauen sowie Nicol über 100 Meter Brust.

Die kanadische Fußballerinnen gewann auch ihr drittes Vorrundenspiel gegen den enttäuschenden Europameister Deutschland mit 2:1 und treffen im Viertelfinale auf Frankreich.

Die kanadische (Feld-) Hockeymannschaft verlor auch ihr zweites und drittes Spiel, dieses Mal gegen Argentinien mit 1:3 und die Niederlande mit 0.7. Ein Vorrundenaus erscheint nahezu unabwendbar.

Die kanadische Basketballmannschaft der Frauen gewann nach dem 90:68 gegen China auch ihr Vorrundenspiel gegen Serbien mit 71:67. Mit Senegal wartet im dritten Spiel erneut ein schlagbarer Gegner, bevor dann mit den USA und Spanien zwei übermächtig scheinende Gegner warten.

Eugenie Bouchard war die letzte Kanadierin im Einzel des Tennisturniers. Sie verlor in der zweiten Runde gegen die deutsche Medaillenfavoritin Angelique Kerber mit 4:6 und 2:6. Die Hoffnungen der kanadischen Tennisfans ruhen jetzt auf dem kanadischen Doppel Daniel Nestor und Vasek Pospisil, die mit 6:1, 6:4 gegen die Portugiesen Elias und Sousa und damit das Viertelfinale erreichten, in dem sie auf die Italiener Fognini und Seppi treffen.

Josh Binstock und Samuel Schachter nehmen am Beachvolleyballturnier teil, stehen aber nach zwei Niederlagen vor dem Vorrundenaus. Chaim Schalk und Ben Saxton sind deutlich erfolgreicher und besiegen die  an der Copacabana von den heimischen Fans stürmisch unterstützten Brasilianer Solberg und Goncalves Oliveira Junior in drei hoch umkämpften Sätzen und wahren nach der Auftaktniederlage gegen Litauen ihre Chance auf das Achtelfinale. Als nächste Gegner warten allerdings am Donnerstag die bisher unbesiegten Kubaner.

Jamie Broder und Kristina Valjas verloren ihr zweites Spiel gegen die deutschen Medaillenkandidatinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst glatt in zwei Sätzen. Nach dem Auftaktsieg gegen Italien warten im dritten Vorrundenspiel die Ägypterinnen, die viel Aufmerksamkeit wegen ihrer Kleidung gewannen, aber beide Spiele jeweils glatt in zwei Sätzen verloren haben. Am erfolgreichsten agiert das vierte kanadische Team um Heather Banster und Sarah Pavan, die beide Spiele bisher gewannen und damit sicher im Achtelfinale stehen dürften. Sie gewannen gegen Teams aus den Niederlanden und der Schweiz und treffen im letzten Spiel auf das zweite deutsche Team aus Karla Borga und Britta Buthe.

8. August 2016

Nach der stimmungsvollen Eröffnungsfeier startete Team Canada erfolgreich in die Spiele:

Die Schwimmmannschaft holte an jedem Tag eine – nicht erwartete – Medaille:

Die 16jährige Penny Oleksiak gewann hinter der hoch favorisierten Schwedin Sarah Sjöström, die Weltrekord schwamm, Silber über 100 Meter Schmetterling. Bereits am Vortag hatte Penny Oleksiak (gemeinsam mit Chantal van Ladeghem, Sandrine Mainville und Taylor Madsen Ruck) Bronze in der 4 x 100 Meter Kraulstaffel. Gold und Silber ging an die favorisierten Teams aus Australien und den USA. Die kanadischen Männer erreichten Finalplätze, aber nicht das Podium.

Jennifer Abel und Pamela Ware, denen Sports Illustrated im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett Bronze zugetraut hatte, verpassten eine Medaille deutlich und wurden Siebente.

Die kanadische Damenfußballmannschaft gewann auch ihr zweites Spiel gegen Zimbabwe mit 3:1 und hat vorzeitig das Viertelfinale erreicht (unabhängig vom Ausgang des letzten Vorrundenspiels gegen Deutschland).

Die kanadische Hockeynationalmannschaft der Herren verlor ihr Auftaktspiel gegen Deutschland deutlich mit 2:6.

Im Rugby gewannen die kanadischen Frauen ihr Auftaktspiel gegen Gastgeber Brasilien deutlich mit 38:0, das zweite Spiel verlor sie jedoch klar gegen Großbritannien mit 0:22. Das Viertelfinale war erreicht, wo Frankreich am Sonntagabend auf die Kanadierinnen wartete. In einem engen Match gewann Kanada mit 15:5 und kann nun auf eine Rugbymedaille hoffen. Im Halbfinale wartet Australien.

Die kanadischen Basketballerinnen gewannen ihr Auftaktmatch gegen China mit 90:68. Im zweiten Spiel treffen die Kanadierinnen auf Serbien.

In einem an Überraschungen reichen Tennisturnier nutzten die kanadische Spieler (ohne Wimbledonfinalist Milos Raonic, der auf Olympia wegen der Zika-Gefahr verzichtet hatte) die Gunst der Stunden nicht. Der einzige kanadische Spieler Vasek Pospisil verlor gegen Gael Monfils mit 3.6, 1.6 in der 1. Runde. Eugenie Bouchard, die auch längere Zeit über einen Verzicht nachgedacht hatte, gewann ihr Auftaktspiel gegen Sloane Stephens (USA) glatt in zwei Sätzen. In der zweiten Runde trifft sie auf die an Nummer 2 gesetzte Deutsche Angelique Kerber.

Die kanadischen Militaryreiter rangieren nach der Dressur auf Platz 12. Auch in der Einzelwertung liegen die Reiter im Mittelfeld. Entscheidend wird wie immer der Geländeritt sein..

Im Rudern erreichten in den Vorläufen Carling Zeeman im Einer der Frauen nach einem Vorlaufsieg das Viertelfinale, Der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann muss dagegen wie der Männer Doppelvierer in den Hoffnungslauf.

04 August 2016:

Das olympische Feuer ist noch auf dem Weg nach Rio, die Proben für die Eröffnungsveranstaltung laufen auf vollen Touren, da beginnt bereits das olympische Fußballturnier. Die kanadische Frauenfußballmannschaft, 2012 in London bereits mit Bronze dekoriert, traf zum Auftakt auf das hoch eingeschätzte Team aus Australien. Keine 20 Sekunden waren vergangen, als das kanadische Team mit dem schnellsten Tor aller Zeiten in einem olympischen Fußballturnier fiel. Janine Beckie traf nach 19 Sekunden zum 1:0. Die Freude dauerte allerdings nur bis 19. Minute, als – zweiter Rekord in diesem Spiel – Shelina Zadorsky nach einer Notbremse rot sah. Damit gehört jetzt auch der früheste Platzverweis Kanada. Dem Drängen der Australier zum  Trotz, gelang schließlich Kanadas Superstar Christine Sinclair in der 80. Minute das erlösende 2:0. Damit liegt Kanada hinter dem Gruppenfavoriten Deutschland auf Platz 2. Australien liegt auf Platz 3 vor Außenseiter Zimbabwe. Die ersten beiden Mannschaften ziehen in das Viertelfinale ein. Der für den Einzug in das Viertelfinale notwendige Auftaktsieg ist geschafft.

31. Juli 2016

Am 5. August 2016 beginnen die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Vor sportlichen Großereignissen dominieren immer erst die Sorgen (über Kosten, Sicherheit, Organisation und Doping), aber dann nimmt der Charme der Spiele. die außergewöhnliche Atmosphäre und die sportlichen Höchstleistungen die weltweite Gemeinde in Bann. Wer erinnert sich nicht gern an die Olympischen Winterspiele in Vancouver, die Sommerspiele in London oder die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien?

Kanada hat sich bei den letzten beiden Winterspiele als sportliche Großmacht nicht nur im Eishockey profiliert. Die Olympischen Sommerspiele in London waren aus kanadischer Sicht sportlich enttäuschend. Während in Deutschland Fans und Athleten aus fünf sehr erfolgreichen Olympioniken den Fahnenträger wählen dürfen, stand die kanadische Fahnenträgerin für Rio früh fest. Trampolinturnerin Rosannagh MacLennan war die einzige Goldmedaillengewinnerin in London und wird das kanadische Team in das Olympiastadion führen. Ziel ist es, die Bilanz vor vier Jahren deutlich zu verbessern. Vor vier Jahren gewannen kanadische Sportler neben dem einen Gold fünf Silbermedaillen und 12 Bronzemedaillen. Aus deutscher Sicht besonders bemerkenswert die beiden Silbermedaillen für die kanadischen Ruderachter sowie die Bronzemedaille für das kanadische Frauenfußballteam.

Sports Illustrated, das weltweit führende Sportmagazin, tippt die Medaillengewinner immer in der Woche vor Olympia und hat eine hohe Trefferquote. Gehen die Prognosen in Erfüllung, wäre die kanadische Sportöffentlichkeit wohl sehr zufrieden. Für die kanadische Mannschaft hat Sports Illustrated 4 mal Gold, zweimal Silber und neun Bronzemedaillen prophezeit. Danach wird es folgende Medaillen für kanadische Sportler geben:

Gold für die Golferin Brooke Henderson (das erste Mal wieder olympisch seit 1904)

Gold für den Stabhochspringer Shawn Barber

Gold für die Siebenkämpferin Briane Theisen-Eaton (verheiratet mit dem amerikanischen Zehnkämpfer, Olympiasieger und Goldfavoriten Ashton Eaton)

Gold für Mark de Jonge im Kajakeiner über die 200 Meter Distanz (holte vor vier Jahren auf der Strecke Bronze)

Silber für den Zehnkämpfer Damian Warner

Silber für die Leichtgewichtsruderinnen Lindsay Jennerich und Patricia Obee

Bronze für die Sprintstaffel der Männer

Bronze für den Hochspringer Derek Drouin (wie vor vier Jahren)

Bronze für den Geher Ben Thorne über 20 km

Bronze für Judoka Antoine Valois-Fortier (wie vor vier Jahren)

Bronze für Adam Van Koeverden im Kajakeiner über 1000 Meter (holte vor vier Jahren Silber über die Strecke)

Bronze für die Radfrauen in der Verfolgung

Bronze für Jennifer Abel & Pamela Ware im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett.

Bronze für die Fahnenträgerin Rosannagh MacLennan im Trampolinturnen

Bronze für die Ringerin Erica Wiebe

Wir berichten an dieser Stelle weiter.