Außenministerin Freeland zum Women20-Gipfel in Berlin und andere Nachrichten

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Außenministerin Freeland zum Women20-Gipfel in Berlin

„Frauen und Mädchen sind mächtige Agentinnen des Wandels, und Kanada unterstützt die Bemühungen, Gesetze und Standards abzuschaffen, die Frauen daran hindern, ihr volles Potenzial zu verwirklichen.“ Diese Überzeugung hat die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland vergangene Woche auf dem Women20-Gipfel in Berlin vertreten. „Die Gleichstellung der Geschlechter“, so die Kanadierin, sei eine notwendige Grundlage für eine friedliche, wohlhabende und nachhaltige Welt.

Deutschland ist dieses Jahr Gastgeber des G20-Gipfels im Juli in Hamburg. Zusätzlich zur Hauptkonferenz finden eine Reihe von weiteren Gipfeln statt, darunter der Jugendgipfel und der dreitägige Women20-Gipfel.

Mehr als 100 Delegierte aus allen G20-Staaten waren mit dem Ziel zusammengekommen, den Einfluss der Frauen auf die Wirtschaft weltweit zu stärken. Das Keynote-Podium der Veranstaltung besetzten neben Chrystia Freeland und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, die Königin der Niederlande, Máxima sowie die Tochter des amerikanischen Präsidenten, Ivanka Trump.

Stéphane Dion wird neuer Botschafter in Deutschland

Der ehemalige Außenminister Kanadas, Stéphane Dion, wird neuer Botschafter in Deutschland und Sondergesandter für die Europäische Union und Europa. Dies gab der kanadische Premierminister Justin Trudeau am 1. Mai in Ottawa bekannt. Trudeau pries Dion als Streiter für ein besseres Kanada, der ein tiefes Verständnis davon habe, wie die transatlantischen Beziehungen dazu beitragen gemeinsame Werte und Interessen zu festigen.

Dion wird seinen Posten in Europa schon in Kürze antreten. Als Botschafter in Deutschland werde Dion daran arbeiten, die Beziehungen mit der größten Volkswirtschaft in Europa weiter zu stärken. Deutschland und Kanada teilen die Werte der Offenheit, Vielfalt und Inklusion und sind wichtige Freunde und Partner in G7, G20, NATO, den Vereinten Nationen und anderen multilateralen Institutionen.

K+S-Legacy-Werk nimmt Produktion auf

Der deutsche Düngemittelhersteller K+S hat am 2. Mai sein neues Kali-Werk in Kanada in Betrieb genommen. Die Legacy-Mine war bereits im August 2016 symbolisch eröffnet worden und seither im Testbetrieb gelaufen. Nun aber soll die Produktion beginnen.

Das rund drei Milliarden Euro teure Werk in Saskatchewan ist das größte Einzelprojekt in der Geschichte des Kasseler Unternehmens. Als einziger Kalihersteller der Welt wird K+S damit auf zwei Kontinenten vertreten sein. Ursprünglich war geplant gewesen, den Regelbetrieb bereits Ende 2016 aufzunehmen, doch ein Unfall im Juni 2016 hatte für die Verspätung gesorgt. Bis Ende 2017 soll die Produktionskapazität von zwei Millionen Tonnen Kali dennoch erreicht werden.

Kanada steuert auf Raps-Rekordernte zu

Noch nie haben kanadische Bauern so viel Raps angebaut wie dieses Jahr. Laut einer Befragung der kanadischen Statistikbehörde können die Landwirte im zweitgrößten Land der Welt im Vergleich zu 2016 fast 10 Prozent mehr Ernte erwarten. Damit würden sie selbst das bisherige Rekordjahr 2011 deutlich übertreffen.

Mit rund 16 Millionen Tonnen würde Kanada dieses Jahr zweitgrößter Rapsanbauer der Welt sein nach Europa mit 20 Millionen und noch vor China mit rund 14 Millionen Tonnen.

Rund die Hälfte des in Kanada geernteten Raps wird auf den Weltmarkt exportiert, vor allem nach China und Japan.

Bergbau-Konferenz in Hagen

Die SIHK zu Hagen organisiert zusammen mit dem German Mining Network der Deutschen Auslandshandelskammern, der Deutschen Rohstoffagentur DERA und dem VDMA eine Internationale Bergbau-Konferenz.

 Erwartet werden zahlreiche Experten aus den Bereichen Auslandsbergbau und Rohstoffe, aktuelle Projekte und Geschäftsmöglichkeiten auf den internationalen Rohstoffmärkten Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Peru und im Südlichen Afrika. Es bieten sich Chancen, mit Bergbau-Fachleuten in Kontakt zu treten und Hintergrundinformationen zu wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für ein Engagement im Bergbausektor zu erhalten.

Die Konferenz findet statt am Montag, den 29. Mai 2017, in Hagen. Anmeldung unter: www.sihk.de/Veranstaltungen/GermanMining