Kanada News

Von der Newsletter der Botschaft von Kanada:

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Französischsprachige Uni in Ontario geplant

Ontario soll eine französischsprachige Universität erhalten. Zwar lebt die Mehrheit der französischsprachigen Kanadier in der Provinz Québec, die auch mehrere Universitäten unterhält. Doch auch in Ontario und dort gerade in der Millionenmetropole Toronto wächst die Nachfrage nach Universitätsabgängern, die des Französischen mächtig sind.

Darüber hinaus ist die Entscheidung auch durch Zuzüge von französischen Muttersprachlern beeinflusst. Als „lang überfällig“ bezeichnete die Provinzministerin für Frankophone Belange, Marie-France Lalonde die Entscheidung. „Wir haben in der letzten Zeit eine starke Zuwanderung nach Toronto erlebt.“ Es kämen also auch französischsprachige Kanadier in die Provinz – und die wünschten sich französischsprachige Schulen und Universitäten für ihre Kinder.

Wenn die Planungen und die Finanzierung glatt verlaufen, könnten die ersten 300 Studenten schon im September 2020 mit ihrem Studium beginnen. Langfristig sollen bis zu 2.000 Studierende an der neuen französischsprachigen Universität ausgebildet werden.

Neue Ausschreibungsrunde für kanadisch-deutsche Forschungsprojekte

Die zweite Runde der Ausschreibung für gemeinsam Forschungs- und Entwicklungsprojekte kleiner und mittlerer Unternehmen zwischen Deutschland und Kanada ist gestartet. Noch bis zum 24. November können Unternehmen ihre Vorschläge zur Entwicklung von neuen Produkten, Verfahren oder technischen Dienstleistungen einreichen.

Von den Bewerbern werden marktreife Lösungen für diese Produkte, Dienstleistungen und Verfahren erwartet. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der kanadische nationale Forschungsrat (NRC-IRAP) ermöglichen den Zugang zu öffentlichen Fördermitteln für ausgewählte gemeinsame deutsch-kanadische Projekte.

Minimalvoraussetzung für ein Projektkonsortium ist die Teilnahme von mindestens einem KMU jeweils aus Deutschland und Kanada. Zusätzlich sind weitere KMUs und in Deutschland auch Forschungseinrichtungen willkommen. In Deutschland erfolgt die Förderung im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Allen deutschen Antragstellern wird empfohlen bis 6 Wochen vor Antragseinreichung eine ZIM Projektskizze beim Projektträger einzureichen, um eine qualifizierte Beratung vor Antragsstellung sicherstellen zu können. https://www.zim-bmwi.de/kooperationsprojekte/download-kooperationsprojekte-zim-ab-2015

Die Ausschreibung läuft seit dem 1. September, die Bewerbungen müssen bis zum 24. November eingehen. Mit einer Entscheidung ist bis März 2018 zu rechnen. Die Antragsformulare finden sich hier:

http://www.zim-bmwi.de/internationale-fue-kooperationen/ausschreibungen

http://www.nrc-cnrc.gc.ca/eng/about/global/proposals_index.html

 

Superteleskop CHIME geht in Betrieb

Die kanadische Wissenschaftsministerin Kirsty Duncan hat Anfang September den letzten Baustein in das neue kanadische Radio-Teleskop CHIME gesetzt. CHIME steht für Canadian Hydrogen Intensity-Mapping Experiment. Es wurde aus fünf halbzylindrischen, jeweils 20 mal 100 Meter großen Reflektoren gebaut und soll von nun an Daten aus der Anfangszeit des Universums empfangen.

Im Gegensatz zu anderen Teleskopen bewegt es sich nicht, sondern fängt die Signale aus dem All auf, während es sich mit der Erde dreht. Auf diese Weise deckt es rund ein Viertel des sichtbaren Universums ab und empfängt Signale, die zwischen vier und elf Milliarden Jahre alt sind. Damals war das Universum schätzungsweise nur halb bis ein Drittel so groß wie es heute ist.