DKG Maple News – Geschäftsstelle telefonisch nicht erreichbar

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Opening The Poutine Kitchen™ in Berlin
Montag, 16. April 2018

Es ist schon ungewöhnlich, wenn man so viele kanadische Ex-Pats, Berliner Kanadafans und Foodies – es kamen Hunderte an diesem Abend – in einer Food-Markthalle dicht an dicht versammelt sieht, die alle nur eines wollen: Poutine, das uns allen wohl bekannte Québecer Streetfood. Zu den von Poutine begeisternden Besuchern zählte auch Prominenz aus Wirtschaft und Politik, darunter Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (der Käse zur Poutine kommt aus der Uckermark), der mit Botschaftsrat Christopher MacLean die einführenden Worte zur Eröffnung beisteuerte. Aus München war eigens eine Delegation der Vertretung der Regierung von Québec angereist und Handels-Attaché Katharina Benz überbrachte ebenfalls Glückwünsche an Holger Böckner, den Initiator und Gründer von The Poutine Kitchen. Es war vollbracht, die kanadische Food-Ikone Poutine hat es durch seinen unermüdlichen Einsatz nun endlich nach Berlin geschafft. Herzlichen Glückwunsch! Nach dem einleitenden offiziellen Teil starte ein kanadisches Entertainment-Programm bestehend aus Comedy und Musik, hinreißend begleitet vom deutsch-kanadischen Moderations-Duo Christina Arend und Ben MacLean. Die vielen hungrigen Besucher wurden bestens unterhalten, während sie in einer schier endlosen Schlange auf ihre heißbegehrte Poutine warteten. Ein gelungener Auftakt für eine große Idee!

DKG Oberbayern „Meet the Members“
Donnerstag, 19. April 2018

Am 19. April fand der lange geplante Besuch der DKG Oberbayern im Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München statt. DKG-Mitglied Thomas Kuch, der den Missionsbetrieb im DLR leitet, führte die über 40 Teilnehmer hautnah in die Welt der Raumfahrt ein. Die Teilnehmer konnten vor Ort miterleben, wie die Flugbahn der Kommunikations-, Wetter – und Navigationssatelliten und insbesondere auch der Raumstation ISS kontrolliert und soweit nötig justiert wird. Dabei wurde deutlich, dass viele zur Selbstverständlichkeit gewordenen Annehmlichkeiten des täglichen Lebens ohne die Raumfahrt gar nicht möglich wären. Ohne die Satelliten in 36 km Höhe gäbe es keine Live-Bilder vom anderen Ende der Erde, keine präzise Wettervorhersage und kein Navi in unseren Autos. Fasziniert folgten die Teilnehmer den Schilderungen von Thomas Koch, wie einige wenige rund um den Erdball positionierte Kontrollstationen die Satelliten auf ihrer 90 minütigen Umlaufbahn und die Erde begleiten.
Dr. Ludwig Braun, der frühere wissenschaftliche Leiter der Kommission für Glaziologie an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, ging in seinem anschließenden Vortrag über „die Entwicklung des arktischen Meereises im Lichte des Klimawandels“ auch auf die praktische Bedeutung der Erdbeobachtungssatelliten für die Forschung ein. Dr. Brauns Vortrag zeigte einen beängstigenden Rückgang des arktischen Meereises auf, der weit über die üblichen zyklischen Klimaschwankungen hinausgeht. Er ließ keinen Zweifel daran, daß sich dieser gefährliche Trend nur durch eine massive Reduzierung der CO2 Emissionen positiv beeinflussen lässt. Die Teilnehmer ließen den Abend bei einem Bier im Seefelder Bräustüberl am Ammersee ausklingen.
Changing Canadian Identities in the Shadow of the US Giant
Mittwoch, 25. April 2018

Die DKG konnte in Kooperation mit dem Amerikahaus NRW den Kanadier Dr. Matt Sheedy für einen Vortrag gewinnen. Dr. Matt Sheedy wuchs in Toronto auf und schloss sein Studium mit einem phD in Religion an der University of Manitoba ab. Zur Zeit arbeitet Dr. Sheedy als Visiting Scholar of Canadian Studies an den Universitäten in Bonn und Köln. Noch bis 2019 wird er dort als Lehrkraft erhalten bleiben.

Sein Vortrag zum Thema „Changing Canadian Identities in the Shadow of the US Giant“ lockte über 40 Kanada- und USA- Interessierte aller Altersklassen nach Köln in die Kanzlei Osborne Clarke. Während des Vortrags arbeitete Dr. Sheedy gemeinsam mit den Anwesenden kanadische Stereotypen auf und präsentierte diese bildlich in einer PowerPoint Präsentation. Dass Dr. Sheedy seine angedachte Redezeit um einiges überzog, störte das Publikum wenig, denn sein Vortrag war durchweg unterhaltsam und kurzweilig. Besonderen Anklang fand seine Quiz-Runde zum Erkennen von Städten anhand von Bildern. Toronto, Winnipeg und Vancouver waren für die Gäste kein Problem. Niemand erkannte jedoch Whitehorse, Yukon. Hiermit bewies Dr. Sheedy, dass nicht alle Teile Kanadas weit bekannt sind und somit auch wenig über ihre Identitäten bekannt sei.

Zum Schluss ging Dr. Sheedy auf die indigene Bevölkerung Kanadas sowie deren Kampf um die Anerkennung ihrer Identitäten ein. Besonders gelobt wurde in der anschließenden Fragerunde, dass er nicht die USA im Vergleich zu Kanada präsentierte, wie es oft üblich ist, sondern den Fokus auf Kanada selbst legte und die USA nur im Vergleich zu kanadischen Identitäten herbeizog. Beim anschließenden Empfang gab es die Möglichkeit, miteinander und mit Matt Sheedy ins Gespräch zu kommen. Insgesamt war der Abend ein voller Erfolg und sicherlich wird Dr. Matt Sheedy auch in Zukunft mit der DKG und dem Amerikahaus zusammenarbeiten.