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DKG Jahrestreffen 2021 in Hannover

Liebe Freundinnen und Freunde Kanadas,

Wir sehen uns wieder, spätestens in Frankfurt am Canada Day. Das waren die Worte am Ende des Kanadischen Wochenendes.
Im Schatten der wiederum rasch steigenden Coronazahlen trafen sich 73 Kanadabegeisterte vom 26.-28. November 2021 in Hannover. Das von den Hannoveranern Yvonne Gutenberger und Karl-Heinz Nowak (mit Unterstützung aus der Geschäftsführung und dem Vorstand) perfekt vorbereitete Programm erwies sich bei G 2 Plus-Bedingungen und veränderter Teilnehmerzahl als ideal für alle Beteiligten.
Das Treffen in der rheinisch-politisch geprägten Brauhausatmosphäre der ‚Ständigen Vertretung‘ war gemütlich, am Samstag stand am Nachmittag die Mitgliederversammlung (mit mehr als 50 Teilnehmern) auf der Tagesordnung. Alle lernten das für viele unbekannte Hannover auf einem Stadtrundgang und das aus dem Schokoladenfabrikanten Sprengel erwachsene Museum für moderne Kunst kennen, in dem es momentan eine sehr sehenswerte Ausstellung kanadischer Fotografien gibt.
Der kanadischen Botschafter Stéphane Dion trug sich am Nachmittag in das Goldene Buch der Stadt Hannover ein. Der Abend begann mit den Nationalhymnen, gesungen von einer jungen Opernsängerin Freya Müller, begleitet von Morgan Finlay auf der Gitarre bei der kanadischen Hymne, gefolgt von den sehr guten Ansprachen des deutschen Präsidenten der DKG Michael Siebold (digital aufgezeichnet) und dem kanadischen Botschafter. Die Begeisterung der Deutschen für Kanada übersteigt die Begeisterung der Kanadier für Deutschland. Wüssten die Kanadier vielleicht mehr über Deutschland, dass auch Deutsche nicht nur perfekt arbeiteten, sondern gelegentlich Fehler begingen, dass Deutsche nicht nur die Kunstlieder Franz Schuberts schätzten, sondern mit großer Freude sich der Schlagermusik hingaben und darüber sinnierten, ob Regenwürmer husten, ergäbe sich vielleicht ein anderes Bild.
Wir waren uns sicher, dass die Mischung beim Festakt den Vorstellungen des Botschafters exakt entsprach. Zunächst wurden die Initiative und der Austausch der Schüler der Carl-Schurz-Schule mit der University Schools Toronto beleuchtet und mit dem Ehrenpreis noch für das Jahr 2020 ausgezeichnet (Laudatio des Präsidenten Michael Siebold und Dankesworte der Leiterin der Initiative Stefanie Lotz). Dr. Sheila Beladinejad, eine kanadische Wissenschaftlerin und Unternehmerin, die sich sehr für Women in Artificial Intelligence weltweit einsetzt, erhielt den individuellen Ehrenpreis für 2021. Unterstützt von der mit angereisten Familie, freute sie sich über die gelungene Laudatio von Präsidiumsmitglied Dr. Ulrich Bleyer, dankte in bewegenden Worten und wurde sofort Mitglied der DKG. Canada Meets Germany war eine Initiative der Regierungen beider Länder, um zukünftige Führungspersönlichkeiten für Deutschland und Kanada zu begeistern. Aus dem Programm, dessen staatliche Förderung trotz erkennbarer Erfolge eingestellt wurde, entwickelte (entstand) ein Verein, der ein sehr modernes wissenschaftlich und wirtschaftlich orientiertes Veranstaltungsformat in beiden Ländern entwickelte hat, nämlich den German Canadian Concourse. Präsidiumsmitglied Tobias Reuter, einer der Initiatoren des YTL-Programms der DKG, würdigte die Pionierarbeit des Vereins in seiner Laudatio und zeichnete den Verein für seine Verdienste um die deutsch-kanadischen Beziehungen aus. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Mück bedankte sich im Namen des vollständig erschienen Vorstands, neben Dr. Mück noch Christina Arend und Vera Kühr, für die Auszeichnung. Martin Weinhold, Ehrenpreisträger für das Jahr 2020, war nicht anwesend. Der Berliner Fotograf mit dem Auge und dem Sinn für die Seele Kanadas wird im kommenden Jahr in Frankfurt gewürdigt. Dann sehen wir vielleicht auch die Ausbeute aus Martin Weinholds aktueller Kanadareise.
Entsprach die Verleihung der Ehrenpreise vielleicht noch dem Klischee des ernsthaften Deutschen, hätten die Kanadier sich in der zweiten Hälfte des Abends gewundert, in der der kanadische Singer-Songwriter Morgan Finlay das Publikum sehr gekonnt unterhielt. Er lebt schon lange in Deutschland und hatte die Lacher in einem guten Mix seiner Songs und Erzählungen aus seinem Leben auf Joual, Englisch und Deutsch auf seiner Seite. Um 4 Uhr morgens räumten die Letzten die Bar. Bis dahin freuten sich Kanadier und Deutsche gemeinsam über einen gelungenen Abend.
Weil der Künstler auch das Schwierige leicht aussehen lässt, fanden sich am Wochenende bereits die Organisatoren für die Kanadisch-Deutschen Wochenenden der Zukunft. 2022 geht es nach Frankfurt (in den Festsaal des Hessischen Rundfunks), 2023 nach Rostock und 2024 nach München. 2025 wird Bonn Gastgeber und 2026 ist das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund die Arena, von der aus wir die erste Fußballweltmeisterschaft in Kanada verfolgen werden.
Bleiben Sie gesund und Kanada gewogen, verleben Sie eine stimmungsvolle Vorweihnachtszeit

Herzliche Grüße
Vorstand

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