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Mein Blockhaus in Kanada – Carmen Rohrbach in der Urania Berlin

Die DKG und Urania Berlin hatten am Abend des 21.11. Dr. Carmen Rohrbach zu Gast. 170 Besucher wollten vom neuesten Abenteuer der erfolgreichen Reiseschriftstellerin und Fotografin sehen und hören: Sie hat sich den Traum erfüllt, allein mehrere Monate in einem Blockhaus in den winterlichen Rocky Mountains Kanadas zu verbringen. Ihr Fernweh führte Carmen Rohrbach zuerst nach misslungener Flucht in den Westen ins Gefängnis. Doch seit sie die Welt bereisen kann ist ihr kein Weg zu weit, keine Herausforderung zu schwer. Unzählige Bücher und Vorträge lassen uns an ihren Erlebnissen teilhaben. Auch über den Winter in Kanada gibt es ein reich bebildertes Buch, das wie auch der Vortrag das intensive Erlebnis der unberührten Natur nachempfinden lässt. Sie war allein in ihrer Hütte aber nie einsam. Ob Elch oder Wolf, Fuchs, Marder oder der Weißkopfadler als Nachbar, der Winter in British Columbia zeigt sich in Carmen Rohrbachs Schilderungen als ein Spiel der Natur, wie es nur noch an wenigen Stellen der Erde und nur unter großem persönlichen Einsatz zu erleben ist.

Meine Hütte in KANADA (C.Rohrbach)

Bei diesem Abenteuer ging es mir um das Erleben einer wilden Natur, abseits von Siedlungen, in einer weitgehend von Menschen unbeeinflussten Gegend. Diese bot sich mir in Kanada, in der Provinz British Columbia, etwa 500 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Prince George.
Die Idee war: in einer einfachen Blockhütte ohne Strom, Gas, Internetanschluss, Telefon, ohne Straßen in der Nähe, Heizung nur mit Holz und Wasser aus dem See, zu überwintern, um intensiv in die wilde Natur einzutauchen.
Meine Cabin wie Hütten in Kanada genannt werden, lernte ich im Sommer bei einer mehrwöchigen Wildniswanderung in den Rocky Mountains zum Chukachida Lake kennen. Die Hütte liegt direkt am Seeufer auf über 1500 Meter Höhe umgeben von Dreitausender-Bergen.
Im Winter flog mich ein Buschpilot zu „meiner“ Hütte. Allein in Kanadas Wildnis zu sein, war für mich ein beglückendes Erleben. Bei minus 48 Grad Celsius hing das Überleben davon ab, den Ofen jeden Morgen neu zu befeuern. Die Elemente der Natur: Kälte, Wind, Sturm, Schnee, Eis und Sonne wurden intensiv erfahren. Unter diesen Bedingungen wird der Mensch Teil der Umwelt und steht ihr zugleich beobachtend gegenüber. Das Alleinsein verstärkt die Wahrnehmung, öffnet die Sinne und erweitert die inneren Horizonte. Völlige Einsamkeit und ein Leben mitten in der Natur Kanadas mit dem Besuch von Wölfen, Elchen, Eichhörnchen, Weißkopfseeadler und vielen anderen Tieren.
Im Gegensatz zu meinen anderen Reisen, war das Abenteuer dieses Mal die Stille und das Alleinsein, die Ruhe und die Einsamkeit, dennoch, oder gerade deshalb war das Erleben ungeheuer spannend und abwechslungsreich.

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