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‚Schmelztiegel‘ oder ‚Salatschüssel‘ Das Kulturmosaik Kanada: Konzept und gelebte Wirklichkeit

30. September, 19:0023:00

Prof. Klooß setzt sich in seinem Impulsreferat mit den unterschiedlichen Praktiken auseinander, mit denen die USA und Kanada auf Immigration und Vielkulturalität reagiert bzw. letztere eingeebnet oder aber gefördert haben.

Im vergleichenden Blick auf die Einwanderungs-und Bevölkerungspolitik der USA zeichnet er den konzeptionellen Zugriff Kanadas auf den Umgang mit ethnischer und kultureller Diversität als Signum einer von steter Zuwanderung geprägten Gesellschaft nach. Dies geschieht aus aktueller wie historisierender Perspektive. Die Betrachtungen schließen nicht nur die langwierigen Spannungen zwischen den frankophonen und anglophonen Landesteilen ein, sondern berücksichtigen neben der Zuwanderung von Europäern, Asiaten, Afrikanern, Menschen aus der Karibik et al. auch das Indigene Kanada (First Nations, Métis, Inuit), das dazu beigetragen hat, dass Multiethnizität und Multikulturalismus von jeher das Bevölkerungsspektrum des flächenmäßig nach Russland zweitgrößten Landes der Erde charakterisieren.

 

CV: Prof. em. Dr. Wolfgang Klooß FRSC

Wolfgang Klooß hatte bis zu seiner Emeritierung einen Lehrstuhl für Anglistik an der Universität Trier inne.
Er war Vizepräsident der Universität Trier und Präsident der Gesellschaft für Kanada-Studien. Für mehr als drei Jahrzehnte wirkte er als Direktor des interdisziplinären Zentrums für Kanada-Studien in Trier. 2015 wurde er für seine Forschungen mit dem Governor General’s International Award for Canadian Studies ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Royal Society of Canada und Ehrenpreisträger der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft.

 

Details

  • Datum: 30. September
  • Zeit:
    19:00 – 23:00

Veranstaltungsort